Benita Batliner

Autoreninterview Benita Batliner

Ich bin 1966 geboren und lebe mit meinen drei Katzen in Liechtenstein. Schon als Kind habe ich mich lieber mit einem Buch in einer Ecke verkrochen, als Gesellschaftsspiele zu spielen. Mit dem Schreiben habe ich aber erst vor ca. 15 Jahren begonnen. Seither möchte ich es nicht mehr missen. Neben meiner Tätigkeit als Pflegefachfrau gebe ich  Kurse in kreativem und biografischem Schreiben, schreibe Gedichte, je einen Blog über die Liebe und über mein Schreiben und arbeite an meiner Fantasy-Trilogie. Der erste Teil mit dem Titel „Der lange Weg nach Orbadoc“, erschien im September 2017 mit Books on Demand.

Homepage

Facebook


Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Ich habe auf der Rückseite einer Zeitschrift die Werbung für die Schule des Schreibens der Hamburger Akademie für Fernstudien gesehen und mir gedacht, das könnte ich doch mal probieren. Habs gemacht und Spass dran gehabt. Und seitdem hat es mich gepackt.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Von beidem etwas. Bei „Der lange Weg nach Orbadoc“  hatte ich die Idee, den Protagonisten und sein Ziel und hab dann einfach drauflos geschrieben und mich von Kapitel zu Kapitel gehangelt. Dazwischen gab es oft sehr lange Pausen. Inzwischen plane ich mehr, weil auch die nachfolgenden Geschichten komplexer geworden sind und mehr Planung verlangen. Ich habe gemerkt, dass ich sonst in einer Sackgasse lande  und den Überblick verliere. Aber meine intuitive Schreibseite bricht immer wieder durch. Dann schreib ich einfach mal ein Stück drauf los. Ändern kann man ja immer. Ich plane nur soviel, dass ich die Orientierung nicht verliere.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Ich bin Selfpublisherin. Wäre aber nicht abgeneigt, einen Verlag zu finden.

Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

Wenn die Idee da ist, fange ich an Fragen zu stellen und noch mehr Fragen und dann führt eines zum anderen bis das Puzzle zusammen gesetzt ist. Ich finde das ungeheuer spannend. Oft lasse ich einer Frage Raum, trage sie einfach mit mir herum und irgendwann kommt dann die Antwort von alleine.  Was die Inspiration angeht, möchte ich den Gnom Gwendobar aus meinem Buch zitieren: „Die Inspirationen flattern durch die Lüfte wie Schmetterlinge. Man muss nur seinen Geist dafür öffnen wie eine Blüte und schon lassen sie sich darauf nieder.“

Die Idee für „Der lange Weg nach Orbadoc“ kam mir im Urlaub in Griechenland. Es war Herbst und vom Strand schaute ich in den Himmel, wo ein Schwarm Zugvögel vorbei flog. Ich dachte mir, es wäre doch lustig, wenn da statt der Vögel, Schweine fliegen würden.

 Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Je nach Lust und Laune. Ich mache viele handschriftliche Notizen, manchmal schreibe ich auch Teile von Kapiteln mit der Hand und tippe sie dann ab. Aber öfter tippe ich direkt in den PC. Manchmal spreche ich auch Ideen aufs Handy, wenn ich spazieren gehe, und mir grad was einfällt.

Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Ich lasse mich leider noch viel zu leicht ablenken. Meistens von mir selbst. Aber irgendwann werde ich trotzdem fertig. Ich sag mir einfach, hey, du willst schreiben. Also schreib auch. Dann gehts. Nicht immer, aber immer öfter.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Der lange Weg nach Orbadoc“ geht?

Wie schon angedeutet, um fliegende Schweine, genauer um Geronimo, den Sohn des Anführers. Er muss bis zum Odelynstag das kostbare Amulett der Sippe nach Orbadoc bringen, sonst verlieren die fliegenden Schweine ihre Flugfähigkeit. Auf dem Weg wird Geronimo in einem Sturm von seiner Familie getrennt und ist auf sich allein gestellt. Dummerweise kennt er den Weg nach Orbadoc nicht. Er trifft die Krähe Deborah und gemeinsam mit ihr macht er sich auf die Suche. Zwischen den beiden erwächst eine unverbrüchliche Freundschaft und gemeinsam bestehen sie viele Abenteuer und Gefahren auf ihrer Reise und lernen neue Freunde, magische Wesen und Orte kennen und wachsen durch die Erfahrungen, die sie machen über sich selbst hinaus.

 Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Ja, „Der lange Weg nach Orbadoc“ ist der erste Teil einer Trilogie. Gerade schreibe ich am dritten Teil. Der zweite Teil ist fertig, wartet aber noch auf eine Überarbeitung.

Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Horror und Krimi sind nicht so meins.

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Ich lese verschiedene Autoren und Genres. Manche inspirieren mich sehr, manche etwas weniger. Am meisten inspiriert hat mich sicher J.J.R. Tolkien. Aber jeder Satz in einem Buch oder auch in einem Film oder was auch immer, kann genau die Inspiration sein, die ich gerade brauche.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Da ich alleine lebe, bin ich da frei. Aber meine Familie, Eltern, Geschwister unterstützen mich schon. Die finden das toll. Und meine Katzen unterstützen mich so, dass sie sich gerne auf meine Notizen legen oder auf die Tastatur des Computers setzen.

Hast noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Ja, die nehme ich mir. Ich habe mit gärtnern begonnen, was mir viel Freude bereitet und natürlich will ich auch meine Freunde mal sehen. Und mich bewegen und lesen. Da ich auch berufstätig bin, muss ich eben mit all dem etwas jonglieren. Aber das Schreiben bekommt immer mehr Raum.

 Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Mein erstes Buch in den Händen zu halten, war schon die Erfüllung eines grossen Traums. Natürlich gibt es noch den einen oder anderen kleineren Traum, aber keinen von dessen Erfüllung mein Glück abhängt.

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Ich finde „Der lange Weg nach Orbadoc“, bzw. die ganze Trilogie, sollte unbedingt verfilmt werden. Da der Protagonist ein Fliegendes Schwein ist, habe ich keinen Hauptdarsteller im Visier. Aber ich träume davon, dass Peter Jackson die Filme machen würde. Träumen kann ich ja. (-;

Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Bisher im Bekannten- und Freundeskreis, auf Lovelybooks, über Facebook und über ein paar Buchhandlungen in meiner Umgebung. Vielleicht auch über solche Interviews und Lesungen. Und ich hoffe, dass diejenigen, die das Buch gelesen haben und es mochten, anderen davon erzählen.

Hattest du schon Lesungen?

Ja, eine in der Buchhandlung in meinem Wohnort, was mir riesigen Spass gemacht hat.  Zu einer weiteren wurde ich eingeladen, und da freue ich mich auch sehr darauf.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Ich bin süchtig nach Lippenpommade und ich hänge momentan zuviel auf facebook herum.

Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Hier kann ich dir nur dieselbe Antwort geben, wie bei der Frage, wie ich meine Leser finde. Marketing ist leider nicht so mein Ding, es frisst soviel Zeit, die ich lieber zum Schreiben hätte. Aber ich lerne und mache meine Erfahrungen und beim nächsten Buch geht es dann schon leichter oder ich stelle jemanden ein, der es für mich macht.

 Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Nein, zum Schreiben brauche ich Ruhe. Musik lenkt mich ab. Vor dem Schreiben kann sie mich aber durchaus in die richtige Stimmung versetzen, die ich für das betreffende Kapital brauche.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

Dann müsste ich meine Geschichten jemand erzählen, der sie für mich aufschreiben würde.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Einen Kurs in Kreativem Schreiben besuchen, um herauszufinden in welche Richtung es gehen soll, falls man das noch nicht weiss. Und um die Grundlagen zu lernen. Vor allem einfach schreiben. Das Schreiben selbst und die Freude daran als Ziel haben.

Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Dass mein Herz immer offen und voller Freude ist, dann kommt der Rest von allein.

Und dass ich diese Freude weiter geben kann. Auch in Form meiner Geschichten.

Und natürlich viele begeisterte Leserinnen und Leser für meine Bücher.


Vielen Dank für das offene Interview, Benita Batliner, und weiterhin viel Erfolg.

 

 

 

 

 

 

 

*Diese Seite kann Verkaufslinks und Werbung beinhalten.

1 Gedanke zu „Benita Batliner

  1. Das Titelbild des Buches ist absolut hinreißend und überaus lustig – lesen würde ich es trotzdem nicht, weil ich kein Fantasie-Anhänger bin. Das Interview gefiel mir gut, da die Autorin ganz sicher eine sympathische, junge Frau ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.