Lars Mielke

Autoreninterview Lars Mielke

Ich wurde 1970 in Hessen geboren, studierte Betriebswirtschaftslehre und arbeitete mehr als fünfzehn Jahre bei einer großen Versicherung in der Unternehmenskommunikation. Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn lebte ich fünf Jahre in Südkorea. Plötzlich ein »Ausländer« zu sein und 11.000 Kilometer von Deutschland entfernt in einer andersartigen Kultur zu leben, hat mich nachhaltig geprägt. Fremdenhass ist mir ein Gräuel, und die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland empfinde ich als äußerst bedenklich. Beruflich habe ich viel über den Klimawandel und die damit einhergehenden Naturkatastrophen gelernt. Beide Themenfelder hinterlassen auch in der von mir erschaffenen Fantasywelt deutliche Spuren.

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Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Bereits als Jugendlicher habe ich viel geschrieben. Ich habe mir immer gewünscht, Tagebuch schreiben zu können, das hat aber nie wirklich funktioniert. Stattdessen habe ich viele Kurzgeschichten geschrieben. Später wurde das Schreiben zu meinem Beruf, denn ich habe sehr lange als Redakteur für Internet, Intranet und Social Media gearbeitet.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Ja, ich bin der klassische Plotter. Ich habe unglaublich viele Ideen, die ich sortiere, bewerte, ausarbeite und manchmal auch wieder verwerfe. Das alles passiert vor dem eigentlichen Schreiben.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Ich bin Verlagsautor beim Chaospony Verlag. Selfpublishing habe ich bislang nicht versucht.

Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

Inspirationen finde ich überall in meiner Umwelt. Manchmal ist es eine verrückte Nachricht, manchmal ein Gesprächsfetzen, den ich zufällig mitbekomme. Diese ersten Ideen werden sofort verschriftlicht und wachsen dann eine Weile in mir heran. Mit meiner Partnerin spreche ich dann über die etwas gereifteren Ideen. Daraus entwickeln sich dann Buchideen, Ideen für Szenen, Protagonisten, Plots etc.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Erste Ideen sammle ich in einem Notizbuch und auch unterschiedliche Brainstorming-Methoden passieren handschriftlich.  Den Plot arbeite ich dann am PC aus und übertrage alle bisherigen Ideen in Scrivener. Das Manuskript schreibe ich in Papyrus Autor, während auf einem zweiten Bildschirm Scrivener geöffnet ist.

Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Ich kann meine Umgebung sehr gut ausblenden. Ich schreibe sogar ausgesprochen gerne in einer unruhigen Umgebung, beispielsweise in der Bahn oder in einem Café. Dann kann ich mich um einiges besser konzentrieren, als wenn ich alleine am PC sitze.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Die Perlen der Bajar: Die Verbotene Abteilung“geht?

„Die Perlen der Bajar“ ist ein Urban Fantasy-Roman.

Nikolai Oleander erfährt, dass er kein Mensch, sondern ein Bajar ist. Mit Hilfe von magischen Perlen kann er neue Welten erschaffen und auch zu ihnen reisen. Er verlässt die Erde, um den Umgang mit seinen neu entdeckten Fähigkeiten zu erlernen. Er findet neue Freunde, mit denen er gemeinsam andere Welten erkundet. Dabei stolpert er in eine Verschwörung, welche die Existenz von Millionen von Welten bedroht. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn auch die Erde ist in Gefahr.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Ja, ich habe meiner Verlegerin die Idee zu einem anderen Buchprojekt vorgestellt und sie war davon begeistert. Auch weitere Fortsetzungen der „Perlen“ sind geplant.

Gibt es ein Genre, in dem du nicht schreiben würdest / könntest?

Ich bin kein Romance-Schreiber und werde es wohl nie werden. Schade, denn damit lässt sich wohl ganz gut verdienen.

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Viele. Sehr viele. Stephen King, Carlos Ruiz Zafón, Dan Brown, J.R.R. Tolkien, Lee Child, Andreas Eschbach, Dick Francis, Walter Moers, Frank Schätzing. Eine wilde Mischung. Diese Liste könnte ich wohl über mehrere Seiten fortführen. Meine Bücherregale und eBook Reader umfassen momentan gut 2.000 Bücher (die ich gelesen habe) und es werden immer mehr. Inspiration schöpfe ich aus allen Büchern, die ich gelesen habe. Inspiration, selbst Texte zu schaffen, die gerne gelesen werden.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Ja, meine Partnerin unterstützt mich sehr. Gleichzeitig ist sie meine größte Kritikerin und das ist die beste Unterstützung, die man bekommen kann.

Hast du noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Natürlich. Hobbies sind wichtig, um den Kopf zu lüften. Neben dem Schreiben produziere ich zum Beispiel YouTube-Videos. Außerdem haben wir einen Dackel, der uns ganz schön auf Trab hält. Das Leben muss doch interessant bleiben.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Ein Haus an der See. Und vom Schreiben und YouTuben leben zu können.

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Nein, gar nicht. Ich hätte gerne den Luxus, mit vollkommen unbekannten Darstellern arbeiten zu können.

Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Ich hoffe die Leser finden mich. Ansonsten nutze ich Social Media um ein wenig Werbung zu machen, bin aktiv auf LovelyBooks und unterstütze meinen Verlag auf Buchmessen.

Hattest du schon Lesungen?

Ja, ich hatte eine Lesung auf der Buch Berlin 2017. Weitere Lesungen waren leider aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Allerdings soll sich das jetzt ändern.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Computer und alles was dazu gehört. Ich bin ein Technikfreak und kaufe viel zu viele elektronische Spielereien.

Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Teilweise. Da mein Verlag selbst noch ganz jung ist, sehe ich unsere Zusammenarbeit eher als eine Partnerschaft, in die ich mich sehr stark einbringe. Ich mache Verlosungen, Leserunden auf LovelyBooks, bin aktiv auf Social Media und mache ein wenig Onlinewerbung.

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Nein, Musik stört mich.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

… würde ich noch mehr Zeit in meine YouTube-Videos investieren.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Regelmäßig schreiben. Jeden Tag zur selben Zeit. Selbst wenn es nur 30 Minuten täglich sind. Dadurch gewöhnt sich der Kopf daran und man kommt sehr viel schneller in den sogenannten „Flow“, in dem sich ein Text fast von alleine schreibt.

Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Habe ich keine. Mein Leben ist genau so, wie es sein soll.


Vielen Dank für das offene Interview, Lars Mielke,  und weiterhin viel Erfolg.

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