Andie New

Autoreninterview Andie New

Geboren am 2. November 1971 in Klagenfurt.

Universitätsabschluss in den Bereichen Erwachsenenbildung, Kommunikationswissenschaft und Englisch.

Seit 2015 selbständige Unternehmerin als freischaffende Autorin und Erwachsenentrainerin in den Bereichen Kreatives Schreiben, Persönlichkeitsentwicklung, Tanzen und Englisch.

Seit 2016 schreibe ich unter dem Autorenpseudonym Andie New.

Publikationen:

2011 Publikation des ersten Buches „Ertanzte Bildung – Lernende Körper“ (entstand aus der Diplomarbeit)

2014 Publikation des zweiten Buches „Inspiration For You“ (Kurzgeschichten)

2014 Dritte Publikation im Zuge eines Charity-Gemeinschaftsprojektes mit 54 weiteren AutorInnen „Autoren packen aus – Über 550 Tipps für die Schreiberei“ (Publikation: „Zehn Schritte zur eigenen Geschichte“)

2016 Vierte Publikation „Magische Geschichten aus dem Wunderwald“ (Kurzgeschichten)

2017 Zweite, überarbeitete Auflage von „Magische Geschichten aus dem Wunderwald“

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Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon als Teenager immer wieder kleine Geschichten geschrieben, oft inspiriert von Abenteuern in Büchern oder Filmen. Ich hatte ja immer schon eine blühende Fantasie. So richtig zum Schreiben bin ich dann auf der Universität gekommen, als ich ein Semester lang zusätzlich ein Schreibseminar belegt hatte. Da gab es sogar einen Autorenwettbewerb, bei dem ich den zweiten Platz ergattern konnte.

 Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Am besten im Schreibflow bin ich, wenn ich die Idee, die ersten Sätze oder was da ist, sofort aufschreibe und dann auch gleich weiterschreibe. Meistens geht es mir am Morgen so, wenn ich gleich nach dem Aufwachen den Beginn einer neuen Geschichte im Kopf habe. Dann schreibe ich gleich los, direkt aus dem Kopf.

 Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Derzeit bin ich Selfpublisher. Mein letztes Buch ist ein Book On Demand-Buch. Das davor ist sozusagen im Selbstverlag entstanden, sprich, ich habe eine gewisse Stückzahl drucken lassen. Würde ich so nicht mehr machen, aber aus Erfahrung lernt man ja bekanntlich. Was beim nächsten Buch kommt, kann ich noch nicht sagen, aber Verlagsautor zu werden, ist natürlich nicht ausgeschlossen.

 Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

An Ideen mangelt es nicht, da gibt es oft zu viele auf einmal. Es geht dann eher darum, dran zu bleiben und mich nicht von der nächsten Idee, die meistens nicht lange auf sich warten lässt, „stören“ zu lassen. Inspiration kann ganz vieles sein. Eine interessante Figur in einer Geschichte, ein Zitat, das Leben selbst.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Unterschiedlich. Wenn ich die Geschichte angehe, schreibe ich sie gleich am Laptop. Natürlich mache ich mir auch handschriftliche Notizen zwischendurch, wenn spontan Ideen zur aktuellen Geschichte kommen, vor allem dann, wenn es drei Uhr nachts ist oder ich unterwegs bin. Einen Block habe ich ja immer dabei, das ist Pflicht. ;.)

 Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Wenn ich mal schreibe, lasse ich mich nicht so schnell stören. Da übersehe ich eher die Zeit und ein paar Stunden sind dann gleich mal um. Da ich selbständig bin und grundsätzlich viel von Zuhause aus arbeite, gibt es eher die Ablenkungen im Vorfeld. Wenn es mehrere Dinge gibt, die Priorität haben, kann es schon passieren, dass ich an so einem Tag gar nicht oder erst sehr spät am Abend zum Schreiben komme.

Magst du kurz anreißen, worum es in „MAGISCHE GESCHICHTEN AUS DEM WUNDERWALD“ geht?

Es ist mein jüngstes Buch und beinhaltet acht Kurzgeschichten. Jede ist eine für sich abgeschlossene Episode und doch hängen alle zusammen, weil alle Abenteuer im und um den Wunderwald spielen und einzelne Figuren in mehreren Geschichten auftauchen. Es ist ein Büchlein über Magie. Es gibt darin Elfen, sprechende Tiere und Blumen, aber natürlich auch Menschen. Im Kern der Geschichten geht es ja im Grunde um die Menschen und ihren verlorenen Blick für das Magische und Fantastische, und darum, die Magie im eigenen Leben wiederzufinden und damit auch ihre eigenen verlorenen Träume. Ich habe das Buch für Erwachsene geschrieben, doch es hat sich zu meiner Freude herausgestellt, dass es auch bei Kindern sehr gut ankommt.

 Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Ja. Es werden wieder Kurzgeschichten, aber es geht in eine ganz andere Richtung.

 Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Krimis, Thriller, Horror, das sind nicht meine Genres.

 Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

J.R.R. Tolkien natürlich allen voran, im englischen Original. Ansonsten z.B. Nalini Singh, Elisabeth Amber.

 Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Familie habe ich keine mehr, auch keinen Partner im Moment. Ich kann mich daher nach Herzenslust austoben, wenn es ums Schreiben geht ;.)

 Hast noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Als Unternehmerin und Autorin bleibt nicht ganz so viel Zeit für Hobbies. Wichtig ist mir eine gesunde und ausgeglichene Lebensweise, was Yoga, Tanzen, Spaziergänge in der Natur und Entspannungszeiten mit einschließt. Ich mag es auch, mich mit Freunden zu treffen, ins Kino oder Theater zu gehen oder Filme in der englischen Originalfassung anzuschauen. Zum Lesen nehme ich mir zwischendurch natürlich auch immer wieder Zeit. Sobald es sich ausgeht, möchte ich eine frühere Leidenschaft wieder aufnehmen, das Bogenschießen.

 Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Reich werden, zählt das? ;.) Ein Traum von mir ist es, nach England auszuwandern. Das Land hat für mich einfach etwas Faszinierendes und ich liebe die Sprache.

 Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Für das aktuelle Buch „MAGISCHE GESCHICHTEN AUS DEM WUNDERWALD“ würde sich ein Animationsfilm bestimmt besser eignen. Das könnte ich mir richtig gut vorstellen.

 Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Zum einen im Umfeld meiner Tätigkeitsbereiche als Trainerin in der Erwachsenenbildung. Ich gebe unter anderem auch Kurse für Kreatives Schreiben. Aber auch durch Mundpropaganda bzw. Empfehlungen über Freunde und Leser, die das Buch schon kennen. Weiters über Facebook oder Veranstaltungen.

 Hattest du schon Lesungen?

Ja, ich hatte bereits Lesungen. Eine weitere ist für Ende Mai geplant, bei der ich Geschichten aus meinen beiden bisher veröffentlichten Kurzgeschichten-Büchern zum Besten geben werde.

 Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Kaffee. Das Autorenlaster schlechthin oder? Ansonsten: zu viele Nächte (fast) durcharbeiten.

 Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Bisher ja. Auf Facebook und durch Links zu meiner Homepage www.story-time.at oder durch Auflegen meines Buches oder von Flyern. Allerdings ist dahingehend noch viel zu wenig passiert und ich bin gerade dabei, das zu ändern. Das bedeutet, ab sofort und künftig mehr Fokus auf meine Außenpräsenz als Autorin zu legen, um mich und meine Bücher bekannter zu machen. Der Plan für die Zukunft ist, dafür Experten zu engagieren, sobald das Budget es erlaubt ;.) Ich weiß, die Zeit wird kommen, in der ich mich rein aufs Schreiben konzentrieren kann.

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Beim Schreiben habe ich am liebsten Ruhe.

 Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

… dann würde ich trotzdem nach England auswandern ;.)

 Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Im Grunde kann ich nur denselben Tipp geben, den ich in meinen Schreibworkshops gerne gebe: nicht lange nachdenken, einfach mal losschreiben, vor allem, wenn schon eine Idee im Kopf ist. Rechtschreibung und Satzbau sollen erst mal außen vor bleiben, denn wenn man sich drüber gleich am Anfang Gedanken macht, entsteht oft ein nicht zu unterschätzender Hemmschuh fürs Schreiben. Und aus der Erfahrung mit meinen TeinehmerInnen weiß ich auch, dass Papier in hellen, ansprechenden Farben (z.B. hellgrün, gelb) schneller zum Schreiben animiert und ein zögerliches Losschreiben leichter überwinden lässt als weißes Papier.

 Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Finanzielle Unabhängigkeit, um mich ausschließlich dem Schreiben widmen zu können. Mein Haus in England und meinem Traummann begegnen. :.)


Vielen Dank für das offene Interview, Andie New, und weiterhin viel Erfolg.

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