Gedichtewettbewerb: Nadine Baumann – Heimathafen

Nadine Baumann – Heimathafen

02.04.2018

Heimathafen

Festgebunden, verzurrt, verstrickt
Der Tellerrand, in weite Ferne gerückt
Kuschelweich, sanft gepolstert ist das Nest
Geborgen, aufgehoben im Hier und im Jetzt.
Routine kommt, Routine geht
Ändert sich nix, vorbei und zu spät
Das Einerlei, das Immergleich
Grau, öde, eintönig und bleich.

Aufbrechen, Aufmachen, Raus und Davon
Neue Länder, neue Wege, alles in anderem Ton
Anders ist besser, Anders ist gut
Neue Horizonte, endlich Ebbe und Flut
Statt brackigem Stillstand, festgefahrener Wut.

Draußen ist lebendig, schillernd und bunt
Abwechslung macht mutig, Freiheit hält jung.
Stürz dich in den Trubel,
halte aus Spott und Hohn,
gib dich nicht zufrieden
Nur mit Arbeit, Brot und Lohn,
Spür deine Schwingen,
halt die Nase in den Wind,
Tu von allen Dingen
Die am wichtigsten dir sind.

Und wenn das bunte Treiben
Dir zum Alltag dann wird
Neue Städte, neue Gesichter
Nicht mehr aufregend sind
Treibt das Leben wieder geruhsam,
werden die Wellen wieder klein
Und am Ende läufst du glücklich
In den Heimathafen ein.

(c) Nadine Baumann

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