Gedichtewettbewerb: Katrin Timpe – Der Vertrag

Katrin Timpe – Der Vertrag

04.04.2018

Der Vertrag

Schweig still mein Herz,
schrei leis nicht laut.
Darfst nicht wecken,
meine schlafende Braut.
Oh lieblich ist sie,
doch ich war nicht klug.
War arm, ein Betteler,
verkaufte sie an den Belzebub.
Doch jetzt lieb ich sie,
da gibts nur den Vertrag.
Jetzt erdrückt mich die Nacht,
und sie stirbt am Tag.
Doch ich kann sie retten,
stirbt sie durch meine Hand.
Ihre Seele wird frei sein,
und steigt auf ins geheiligte Land.
Das Messer wird richten,
alles wird gut.
Oh nein sie wird wach,
mir schwindet der Mut.
Sie sieht das Messer,
doch erschüttert sich nicht.
Sie sagt sie weiß alles,
sehe Tränen in ihrem Gesicht.
Oh Herr nimm sie zu dir,
sie ist herzlich und gut.
Bestrafe den richtigen,
schicke mich hin zum Belzebub.
Ich werde es jetz tun ,
bei all meiner Liebe.
Ach gäbs doch ne Chane,
dass sie bei mir bliebe.
Sie nimmt meine Hand,
mit dem Messer darin.
Hält sie zärtlich sticht zu,
jetzt scheidet sie hin.
Eine letzte Träne aus ihrem Auge rollt,
oh Herr das hab ich nicht gewollt.

(c) Katrin Timpe

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