Gedichtewettbewerb: Jan Römer – Drachen Mutter

Jan Römer – Drachen Mutter

06.04.2018

Drachen Mutter

Irgendwo tief in den Bergen
Wo Schätze sich verbergen
Liegt ein mystisch Ort
In den Sagen heißt es Drachenhort
Du Geschöpf der Herren Winde
Hälst fest der Klauen
Ei mit deinem Kinde
Die Haut geschuppt und voll im Glanze
Der Hörner zwei so schmückt dein Kranze
Wirst am Steine kräftig kratzen
Krallen schärfen an den Tatzen
Der Schwingen kraftvoll dich erheben
Dein brüllen lässt die Erde beben
In der Stille und mit Ruhe
Liegt dein Kinde in ner Truhe
Durch Mark und Bein fuhr der Schreck
Als Sie sah ihr Ei wart weg
Es glimmt und raucht aus ihrem Rachen
Heisses Feuer aus des Drachen
In der Kist ihr größter Wert
Ist sie nun wütend
Wer hat s geleert
Bringt man nicht schnell den Schatze heim
Die Wut wird dann gar grausam sein
In die Lüfte sie sich schwingt
Und ihr Klagelied erklingt
Über Wiesen Land und Wälder
Brennt sie ab nun Haus und Felder
Ihre Friedlichkeit ist jetzt verklungen
Diebe haben es erzwungen
In den Augen glüht des Satans rot
Bringt sie allen nun den Tod
Auf der Suche nach dem Kinde
Schwebt sie weiter mit dem Winde
Und die Moral von dem Gedicht
Das Kind der Mutter raubt man nicht

(c) Jan Römer

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