Gedichtewettbewerb: Marie van Klant – Nacht

Marie van Klant – Nacht

11.04.2018

Nacht

Gehen die Tage sanfter zur Neige,
umhüllt von den warmen Kissen der Nacht,
blinzelt die Sonne noch einmal ganz leise,
bis die Dunkelheit ihre Schatten gebracht.

Dem einen bringen sie Ruhe und Segen,
dem ander´n so manch eine schlaflose Nacht.
An Fenstern peitschen Wind und Regen,
von denen die Sonne wird ausgelacht.

Kerzenschein durchbricht die Nächte.
Lautlos und fast unbemerkt.
Dass er wieder eines brächte,
Jahreszeiten umgekehrt.

Könnte der Herbst mich doch betören,
sein allerlei Buntes ich nun seh´.
Den Frühling möcht´ ich erblicken und hören,
denn Kälte tut auch manchmal weh.

Innere Wärme möchte ich spüren,
Gedanken so frei, wie ein Vogel im Wind.
Ja, ich möchte alles fühlen,
wie ein unbekümmertes Kind.

Staunend soll die Nacht mich begleiten,
durch meine Träume so wunderbar.
Heiter und voller Liebseeligkeiten,
das Gute erleben, was geschah.

Und leise senkt der Tag seinen Blick.
Verlegen gerichtet in die Kissen der Nacht.
Er schaut sich nicht um und auch nicht zurück.
Harte Arbeit hat er heute vollbracht.

Ich schließe die Augen
und bin gedankenlos.
Sinne sollen den Schlaf mir nicht rauben,
die Nacht nimmt mich sanft in ihren Schoß.

© Marie van Klant

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