Gedichtewettbewerb: Ute Beatrix – Herzschmerzen

Ute Beatrix – Herzschmerzen

12.04.2018

Herzschmerzen

Als Engel sollte ich geboren werden, doch dann sandte mich das Schicksal auf Erden.

Ich sitze auf einer Bank,
brauche weder Speise noch Trank.

Menschen kommen und gehen,
ohne mich jemals zu sehen.

Ich schau in ihre Herzen und es beginnt mich zu schmerzen.
Nur manchmal hüpft mein Herz vor Freud,
wenn sich Wärme in ein Kinderherz streut.

Die Kälte kriecht mir in die Glieder.
Wann seh` ich die Sonne wieder ?

Ich sitze und warte,
hoffe, dass ich nicht in ein Dilemma gerate.

Tag um Tag, Jahr um Jahr.
Meine Haare werden grau
und das Klima ist rau.

Ich warte geduldig,
denn wer ist hier überhaupt schuldig?

Etwas Warmes setzt sich auf meine Hände.
Ich schaue und wünsch mir,
dass es nie verschwände.

Es ist eine weisse Taube!
Sie spürt, dass ich noch glaube.

Und so wartet sie mit mir
und vielleicht auch mit Dir,
auf den Frieden,
dem so wenig Stunden verblieben.

(c) Ute Beatrix

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