Buch des Tages: Rega Kerner – Schiffsschwein Spekje

Rega Kerner – Schiffsschwein Spekje

vorgestellt von Marvin Bittner am 17.04.2018

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Autorin

Rega Kerner, geboren 1970 ist Berufesammlerin zwischen Medien und Fluss. Aufgewachsen als norddeutsche Seemannstochter, wollte Rega Kerner bücherschreibende Binnenschifferin werden, was ironischerweise am Recht der Frau scheiterte: Das einzige WC im Vorschiff durfte eine Auszubildende nicht mit dem Matrosen teilen 🙂
Die Lebenswellen verschlugen sie zu diversen Tätigkeitsbereichen bei Film, Theater/Musical, Jugendarbeit und Multimedia/Internet, wobei das Schreiben tragendes Element blieb (Drehbücher, Konzepte…). Für die Medien an den Rhein gezogen, fand sie als ‚Kölner Fährfrau‘ endlich zurück zum Wasser. Es folgte Fahrgastschifffahrt im Koblenzer Raum, danach war sie rund zehn Jahre Steuermann sowie Kapitänsfrau auf einem Motortankschiff. Hinzu kam in jener Zeit ein Wohnboot als Meldeadresse. Der Mann samt Tanker ist weg, das Boot mit Schulkind bleibt. Zurück im Norden, realisiert sie nach dem ersten jetzt den zweiten Teil ihres Jugendtraums, als alleinerziehende Schriftstellerin. Ihre Romane und Geschichte tummeln sich in unterschiedlichen Genres, nah am Leben. Allen gemeinsam ist ein Spannungsfeld von Frauen und Schifffahrt im weitesten Sinne, sprich Natur versus Technik, Logik versus Gefühl. Sowie eine humorvolle, optimistische Betrachtungsweise der Widrigkeiten und Schönheiten des Lebens.

 


Klappentext

Wir waren uns also einig. Bis wir, wieder einmal, vom Rhein in den Main einfuhren. In einer Stunde kriegst du dein Schwein. Da sah ich sie wieder vor mir, die winzigen fröhlichen Ferkel, wie sie im vergangenen Jahr über das Schleusengelände flitzten. Ihre stolze Muttersau, die schimpfend, mit wackelndem Bauch und schwenkenden Zitzen hinter den Wildfängen her schnaufte. Aber eines zu retten, zu wählen, hieß ja auch, alle anderen zurückzulassen. Also fragte ich, ob wir nicht zwei mitnehmen können? Oder am besten alle? Ben schüttelte grinsend den Kopf, dass die Haarstoppeln wackelten. Eins oder keins.
Jetzt oder nie. In derselben Sekunde strampelte sich ein Ferkel frei, plumpste unsanft auf den Boden, rappelte sich hoch, raste blind vor Angst auf mich zu und sprang mir direkt in die Arme. Ich hab dich. Und lass dich nie mehr los. Du hast mich vorhin angeschaut und bist jetzt gesprungen. Du willst das Schiffsleben, das wir dir anbieten.

 

 

 


 

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