Gedichtewettbewerb: Marina Garanin – O Heidelberg, ich muss dich lassen

Marina Garanin – O Heidelberg, ich muss dich lassen

23.05.2018

O Heidelberg, ich muss dich lassen

O Heidelberg, ich muss dich lassen,
Und alles Wunder, das da webt!
Im Geiste irr ich durch die Gassen,
Wo ich so Herrliches erlebt.

Ich sehe Winterblumen prangen
Im nebelhaften Straßenlicht.
Die kahlen Zweige, frostbehangen,
Behindern neckisch meine Sicht.

Nie wehten Winterlüfte milder,
Nie war im Winter mir so warm,
Mir winkten gar die Straßenschilder
In ihrem märchenhaften Charme.

Von Freud erfüllt war mein Gemüte,
Die Straßen alle menschenleer,
Als Frühling mir im Frost erblühte
Mit bunt’ren Farben als bisher.

Seh ich das nassgeschneite Fenster
Am Ziele meiner Winterbahn,
Ist mir, als sähe ich Gespenster
In einem fieberhaften Wahn.

(c) Marina Garanin

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