Gedichtewettbewerb: Ulla Grau – Ein Pfingstgedicht

Ulla Grau – Ein Pfingstgedicht

Ein Pfingstgedicht

23.05.2018

„To Pingsten, o wie scheun,ist die Natur so greun.
Die Moder wascht die Görn
Von achtern und von vörn.“
begann für uns der frühe Morgen 
noch ohne Stress und Kindersorgen.
Dann ging es los noch früh genug
mit dem geplanten Pfingstausflug
zur Hohensyburg, wie gewohnt.
Wir dachten noch: „Ob sich das lohnt?“
Die weißen Strümpfe mit den Bommeln,
die hörten schon den Regen trommeln.
Doch weiter ging’s durch Wald und Flur.
Aussicht auf Torte half da nur..
Die Füße schmerzten, Schuhe drückten,
als wir dem Ziele nahe rückten.
Dort wollte Mama ins Café,
wir aber lieber auf den See.
Ein Tretboot wäre jetzt doch fein.
Unser Papa willigte ein.
Nach einer guten Viertelstunde
beendigten wir unsre Runde.
Wir wollten von dem Sahnekuchen nun auch ein kleines Stück versuchen.
Doch Papa lehnte das strikt ab.
„Ihr wolltet Boot fahr’n eine Stunde,jetzt geht ihr wieder auf die Runde.
Vorhin wart ihr doch dazu willig.
Die Boote sind auch hier nicht billig.“
Leicht mürrisch und mit wunden Händen
begannen wir, dad Boot zu wenden
Doch als Belohnung für den Fleiß
Gab es zum Schluss ein großes Eis.
Wir schworen uns mit müdem Schritt.
„Im nächsten Jahr geh’n wir nicht mit“.

(c) Ulla Grau

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