Geschichte des Tages: Tina Wolff – drow

Geschichte des Tages: Tina Wolff – drow

drow

Als Autor hat man immer ein bisschen zu tun. Nur allein dieses Gewusel im Gehirn unter Kontrolle zu halten ist manchmal schlimmer, als einen Sack Flöhe zu hüten. Wenn sich aus dem Gewimmel eine Geschichte herauskristallisiert, und man plötzlich weiß, dass es sich lohnen würde, das ganze Ding zu konkretisieren, muss man schreiben.
Soweit so gut. Stift und Papier wäre eine nett-vorsintflutliche Möglichkeit, mal abgesehen von der Hieroglyphenentzifferung, weil keiner die Sauklaue lesen kann. Aber wozu gibt es Computer? Die haben sogar Schreibprogramme. Einige kostenlos, andere muss man käuflich erwerben. Manche sogar jedes Jahr erneut. Und mit genau so einem Programm arbeitet fast jeder Verlag. Da frage ich mich folgendes:
Warum wird ein Programm vorausgesetzt, das ein Autor kaufen muss? (Jedes Jahr neu, nur mal so als Hinweis.)
Verdienen Verlage an Microsoft mit? Bekommen die Prämien, wenn sich Neuautoren dort eingeloggen? Wie bei den Zeitschriften? Drei Autoren = eine Bratpfanne?
Wenn das ein Schreibprogramm ist, warum gibt es Vorlagen für Bewerbungsschreiben, Grußkarten, Tabellenerstellungen, aber keine Normseite? Haben Autoren so wenig zu schreiben, dass es sich für die Programmhersteller nicht lohnt?
Wo ist der Schalter für Nicht-mehr-die-Schriftart-wechseln!!!?
Wo ist der Knopf für „alles auswählen“ oder „alles löschen“?
Wie sieht der Mann aus, der unter der Rubrik „laut vorlesen“ zu hören ist?
Und wieso zum Kuckuck, zum Teufel und verdammt nochmal muss ich mit dem Schiet arbeiten?
Oder ist es extra so bescheuert konzipiert, damit Autoren die Lust am Schreiben verlieren sollen?
Fragen über Fragen. Und weil ich das Programm doof finde, spreche ich seinen Namen nur noch rückwärts aus:
drow

copyright 2018 Tina Wolff

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