Peter Egly

Autoreninterview Peter Egly

Ich wurde Anfang der Sechziger in der Pfalz als zweitjüngster von fünf Geschwistern geboren. Da braucht mal Ellenbogen, kannst du dir bestimmt vorstellen.

Da Lesen und Schreiben von klein auf meine Leidenschaften waren und ich viel Zeit damit verbrachte, setzte ich mich eines Tages, inspiriert durch meine Söhne Ralf und Thomas an eine längere Geschichte, die plötzlich anfing ein Eigenleben zu entwickeln. Somit investierte ich viel Zeit in Recherchen und arbeitete mit Experten des jeweiligen Fachgebietes zusammen. Meine Figuren entwickelten sich prächtig, wenn ich in die Tasten haute. Eines Tages bedrängte mich eine Nachbarin so lange, bis ich ihr den ersten Band meiner Debüttrilogie zum Lesen gab.

Ihre Resonanz? … Begeisterung!

Von da an wollte ich nicht mehr nur für mich selbst schreiben, sondern auch für andere. Ich möchte die Leser mit meinen Geschichten mitreißen und wenn mir das gelingt, macht es mich glücklich.

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Telegonos Verlag


Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Eines Tages saß ich am Wasser und dachte über meine Söhne nach, da fiel mir plötzlich etwas Seltsames im Wasser auf. Natürlich verrate ich jetzt nicht was das war. Es war allerdings die Grundidee zu meiner Debüttrilogie. Also machte ich mich auf und fing einfach an zu schreiben. Tja, was soll ich sagen, meine Figuren wurden immer lebendiger, rebellischer und entwickelten ein Eigenleben und die Geschichten um sie herum verselbstständigten sich.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Unbedingt plotten, unbedingt, denn ohne Plot läuft man, meiner Meinung nach Gefahr, den roten Faden einer Geschichte aus den Augen zu verlieren. Man kann sich sozusagen in Nebengeschichten verlieren bzw. verirren, was die ganze Story kaputtmachen kann. Plotten hilft ungemein, mir jedenfalls. Der Plot ist sowas wie der Randstreifen auf der Autobahn. Solange der da ist, bleibt man schön in der Spur.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Ich bin Verlagsautor. Mein Debütthriller ist im Telegonos Verlag Anfang Juli 2018 erschienen. An der Stelle einen großen Dank an meinen Verleger Heinz Rochholl, der an mich und meine Geschichte glaubt.

 Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

Das ist eine Frage, die ich nicht wirklich beantworten kann. Aber ich versuche es. Zunächst habe ich eine Grundidee, dann baue ich einen Plot auf und nerve Freunde mit Geschichten rund um den Plot, die mir einfach so einfallen. ich beobachte meine Freunde ganz genau, wie sie auf mein Erzähltes reagieren. Ich mache dann Tests. Ich lenke beim Erzählen mal auf irgendwas anderes und höre auf von der Geschichte zu erzählen. Wenn sie dann fragen „und, wie geht es weiter“, dann weiß ich, dass ich das Interesse geweckt habe und baue diese Geschichte weiter aus. Ich plotte. Wenn sie nicht nachhaken, verwerfe ich die Idee und suche nach einer neuen. Die besten Ideen habe ich, wenn ich ganz alleine bin, dann fliegen sie mir einfach so zu.

 Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Beides. Wenn ich zuhause bin meistens direkt in den Computer. Unterwegs schreibe ich es mir auf einen kleinen Notizblock, bzw. diktiere es in mein Smartphone. Ich benutze also jede Option, die mir gerade zur Verfügung steht, auch mache ich Fotos von örtlichen Gegebenheiten, da ich so nah wie möglich an der Realität bleiben will.

 Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Oh, da kann ich sehr grantig werden, weil ich total in die Geschichte eingetaucht bin.

Ich mache mal ein Beispiel. Schau, ich bin kein Rechtschreibgenie, sondern ein Geschichtenerzähler und ich schreibe was ich fühle. Wenn mir dann beim Schreiben jemand plötzlich auf den Bildschirm tippt und sagt: „Schau mal, da ist ein Fehler.“ Ggrrr, da könnte ich hoch gehen wie ein Chinakracher, da ich brutal aus der Geschichte gerissen werde und mir dann bestimmte Ideen verloren gehen könnten. Also besser nicht ansprechen, wenn ich im Schreibfluss bin.

Magst du kurz anreißen, worum es in „DIE KUGEL DER ZEITEN“ geht?

Im ersten Band der Actiontrilogie, mit dem Titel ‚GLAUBE‘, geht um das Tagebuch von Jesus Christus und um Zeitreisen. Man kann sich vorstellen, dass das einige Mächte weltweit auf den Plan ruft. Meine Helden werden um den halben Globus und sogar durch die Zeit gejagt. Alles geht sehr rasant und meine armen Helden geraten von einer tödlichen Gefahr in die nächste.

 Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Ja, ich schreibe zurzeit an Band zwei mit dem Titel ‚WILLE‘.

 Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Das weiß ich nicht, weil ich es noch nicht explizit versucht habe. Allerdings deckt meine Trilogie schon fast jedes Genre ab. Ich wage mich auf ein sehr großes Terrain, wenn ich sage, ich bediene gleichzeitig die Genre Krimi, Thriller, Science-Fiction, Fantasy, Historie, Abenteuer und ja, sogar Liebesroman.

 Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Ich lese gerne John Grisham, Stieg Larsson, Dan Brown u. v. a. Dan Brown allerdings nicht mehr. Er schreibt irgendwie immer das Gleiche und inzwischen ist alles schon vorhersehbar.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Nein, von der Seite habe ich keine Unterstützung, mehr möchte ich an der Stelle auch nicht sagen.

 Hast noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Eher nicht. Da diese Geschichte mich zu 100 % braucht. Ich kann ich kaum was anderes machen, was anderes denken, denn ich denke mir immer spektakulärere Rettungs- und Actionszenen aus. Dann recherchiere ich, ob es das schon mal gab, wenn ja verwerfe ich die Idee und suche nach einer neuen. Ich stelle auch immer wieder mal Szenen nach, mit Freunden und Polizisten, ob das überhaupt geht. Die Recherchen sind sehr aufwendig und ich muss immer mit vielen Leuten aus dem jeweiligen Fachgebiet sprechen.

 Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Ja, ich wäre der glücklichste Mensch, wenn meine Trilogie verfilmt werden würde. Das kommt daher, weil alle 20 Testleser*innen zwischen 16 und 68 Jahren mir im Feedback u. a. sagten, dass mein Buch unbedingt verfilmt werden muss.

 Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Ja, drei habe ich.

In die Rolle des Polizeidienststellenleiters in Frankfurt passt wie angegossen, der großartige Schauspieler Uwe Preuss. Er kennt diese Geschichte und ich darf sein Bild sogar verwenden. Wenn ich irgendwo Werbung mit Gesichtern oder so machen würde.

Dann die beiden Hauptprotagonisten Alina Karlovski und Dr. Thomas I. Becker

In die Rolle der Wissenschaftsjournalistin Alina Karlovski passt hervorragend Jennifer Lawrence und in die Rolle des Genetikers Dr. Thomas I Becker passt einwandfrei Chris Pratt.

 Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Das ist eine seltsame Frage. Die ersten Leser sind mir sozusagen zugelaufen, dann fand ich weitere in der Facebookgruppe ‚Testleser gesucht‘. Allerdings hätte ich die gar nicht gebraucht. Die ‚zugelaufenen‘ waren eigentlich schon genug.

 Hattest du schon Lesungen?

Nein, noch nicht. Ehrlich gesagt, habe ich auch bissel Schiss davor. Aber, wat mut, dat mut.

Der hiesige Bürgermeister, will eine Lesung für mich organisieren, irgendwann im August oder September 2018. Das wäre dann sozusagen meine Taufe.

 Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Oh ja am Abend. Schokokugeln mit Nüssen. (laut lach und Kopfschüttel)

Eineiei, von diesen Dingern komme ich einfach nicht los.

 Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Der Verlag und ich, wir versuchen mein Buch so präsent wie möglich zu machen. Über Socialmedia, WhatsApp, Facebook-Messenger (Was riskant ist, denn da gibt es welche, die blocken dich sofort), Mails, verschiede Plattformen wie das Autoren_Netzwerk, Blogger und natürlich auch die Medien, wenn es die Chance dazu gibt. Inzwischen wurde ein Interview von mir und meinem Buch in der lokalen Zeitung gebracht. Eine weitere Zeitung hat den Artikel übernommen und ihn ebenfalls gebracht. Etwa Mitte August 2018 bringt noch eine dritte Zeitung diesen Artikel. Das liegt daran, weil ich verschiedene Redaktionen angeschrieben habe und fragte, ob sie, wenn möglich, dieses Interview übernehmen, da ich ja nicht nur lokal mit meinem Buch bekannt werden möchte. Ich versuche eben alles was geht. Auch habe ich eine kleine Werbeagentur engagiert, die mich im September 2018 mit Pressearbeit unterstützen will.

 Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Nein, ich brauche totale Stille, Musik und andere Geräusche stören mich total.

 Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

Wäre ich totunglücklich. Denn es ist meine Leidenschaft, fast wie Sex. Ui, darf ich das so sagen? (grins)

 Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Ja, wenn du eine Idee hast, schreibt sie auf. Bau Figuren und Schauplätze Drumherum. Achte darauf, dass deine Figuren Ecken, Kanten und Fehler haben, den Perfekt ist langweilig und unrealistisch. Rede mit Freunden über deine Idee und schau sie dabei ganz genau an, dann wirst du erkennen, ob Interesse an deine Geschichte besteht oder nicht. Fragen Sie nach, springt der Funke von deinem Buschfeuer über? Wenn ja, hast du das Fundament deiner Geschichte, den Plot. Nun suche einen interessanten Anfang und schreibt einfach los.

 Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Das die Leser*innen viel Freude am Lesen meiner Bücher haben

Das meine Bücher funktionieren und verfilmt werden.

Als dritten, den Standardwunsch sozusagen. Frieden für die Welt, denn wir sind alle nur Gäste auf diesem schönen Planeten.

 Warum heißt Band 1 deiner Trilogie GLAUBE und wie heißen die anderen beiden?

Warum GLAUBE verrate ich nicht, denn es ist ein Spannungsbogen. Allerdings verrate ich dir die Titel aller drei Bände. GLAUBE, WILLE, HOFFNUNG.

 Und was ist mit der Liebe?

Die braucht keinen eigenen Titel, weil die LIEBE sich nämlich durch alle drei Bände zieht, so einfach ist das.

 Wie recherchierst du?

Ich rede mit sehr vielen Menschen des jeweiligen Fachgebietes und reise, wenn es mir finanziell möglich ist, auch an die Handlungsorte, um mir ein genaues Bild des Ortes und der Menschen, die dort leben, zu machen. Ich versuche so akribisch und gewissenhaft wie möglich zu recherchieren.

 


Vielen Dank für das offene Interview, Peter Egly, und weiterhin viel Erfolg.

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