Maggie Jay

Autoreninterview Maggie Jay

Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Ich schreibe schon so lange Geschichten, dass ich mich gar nicht mehr recht daran erinnern kann, wann oder warum ich damit angefangen habe. Irgendwann mit 8 Jahren habe ich einen Stift in die Hand genommen, damit angefangen und bis jetzt nicht mehr damit aufgehört. Ich weiß nur, dass es mich mit viel Freude erfüllt.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Das ist sehr unterschiedlich. Die ersten drei Bücher von mir sind direkt aus dem Kopf entstanden und einige, an denen ich gerade arbeite entstehen auch so. Aber ich habe auch einige Bücher, bei denen ich klassisch plotte. Beide Methoden haben eindeutig ihre Vorzüge.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Bis jetzt bin ich Selfpublisher, aber ich hoffe, wie viele andere Autoren auch, irgendwann bei einem Verlag unter zu kommen.

Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

Es gibt Situationen im Leben, da schießt mir eine Frage nach dem Schema „Was wäre, wenn…?“ in den Kopf und schon ist eine neue Idee für ein Buch entstanden. Nur leider habe ich nicht so viel Zeit, wie ich Ideen habe.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Hier kann ich nur dieselbe Antwort wie bei der Frage nach dem Plotten geben. Es ist sehr unterschiedlich. Ich habe immer einen Block in der Tasche für spontane Ideen oder Szenen für Bücher, die bereits in Arbeit sind. Aber wenn der Laptop in der Nähe ist, nutze ich ihn gerne.

Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Leider lasse ich mich nur allzu oft ablenken, wenn ich schreibe. Wobei die meisten Störungen dabei in meinem Kopf entstehen. Wenn ich am Schreiben bin, dann bin ich entspannt und ziemlich relaxt, was gleichzeitig auch das Problem ist. Die To-Do-Liste in meinem Kopf arbeitet dann nämlich fleißig weiter und mir fallen Sachen ein, die ich, aufgrund meiner Ungeduld, glaube nicht aufschieben zu können.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Zwischenhimmel“ geht?

Nach meinem Schulabschluss war ich im Ausland und als ich dann wieder in Deutschland ankam, war ich mit meinem Bruder unterwegs zu meiner Willkommensparty. Plötzlich fragte ich mich, was wohl passieren würde, wenn wir jetzt einen Autounfall bauen würden und ich dabei ums Leben käme. Was würde mit meiner Familie passieren? Könnten sie meinen Tod überwinden und wieder ins Leben finden? Und wo würde ich hin kommen? Gibt es einen Himmel nach dem Tod?

So wurde die Idee zu meinem neuen Buch „Zwischenhimmel“ geboren. Abgesehen von der Geschichte darüber, wie die Idee entstanden ist, hat das Buch aber wenig autobiografisches, denn über mich zu schreiben, liegt mir nicht sonderlich. „Zwischenhimmel“ erzählt die Geschichte der Familie Miller, die nach einem solchen Schicksalsschlag wieder versucht auf die Beine zu kommen, währen Amy an einen mysteriösen Ort kommt. Dort ist alles möglich, was sie sich nur vorstellen kann, doch niemand weiß, wie man von diesem Ort weg kommt und den letzten Schritt in den Himmel macht.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Meine Gedanken kommen nie zur Ruhe, deswegen lese ich nicht nur mehrere Bücher gleichzeitig (derzeit sind es 8), sondern schreibe auch immer mehrere Bücher gleichzeitig (momentan 5). Das mag manchen Menschen verrückt vorkommen und die Frage, ob ich mich dann überhaupt auf eins konzentrieren kann, ist berechtigt. Manchmal ist es tatsächlich wirklich schwierig, aber was soll man machen, wenn die Gedanken sprudeln?

Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Ich glaube, ich wäre nicht gut darin Fantasy- oder Liebesgeschichten zu schreiben. Zwar lese ich diese Genre beide auch gerne, aber sie schreiben? Dazu fehlt mir glaube ich etwas. Vielleicht finde ich dieses etwas irgendwann, aber momentan kann ich mir das nicht vorstellen.

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Auf diese Frage gibt es für mich nur eine eindeutige Antwort: Stephen King. Auch wenn man kein Fan von seinem Genre ist, dann kommt man selten an dem Meister des Horrors vorbei, wenn man über gute Autoren spricht. Meine Regale sind vollgepackt mit seinen Bücher, manche Ausgaben in mehreren Sprachen und wenn jemand, der mich nicht kennt, in meine Wohnung kommt, könnte er denken, ich wäre ein verrückter Fan 😀 Auch wenn ich überwiegend diese Art von Büchern lese, ist es nicht unbedingt das Genre, welches mich so fasziniert, sondern der Schreibstil. Kings Bücher sind einfach so sprachgewaltig. Er malt mit Worten und zieht mich jedes Mal mit den Geschichten in seinen Bann. In seinen Büchern liegt eine Ruhe und gleichzeitig eine Kraft, die ich einfach nur beeindruckend finde. Deswegen inspiriert mich Stephen King so sehr.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Meine Eltern sind unglaublich stolz auf mein erstes Buch und obwohl ich unter einem Pseudonym veröffentliche, erzählt mein Vater jedem von meinem Buch und seiner kleinen Tochter.

Hast noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Leider bliebt mir generell sehr wenig Zeit für Hobbies. Neben meinem Studium und zwei Jobs bleibt kaum genug Zeit zum Schreiben. Deswegen ist es so wichtig die kleinen Dinge richtig auszukosten, wie abends vorm Schlafengehen unbedingt noch ein paar Seiten zu lesen.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Ach wie schade, dass ihr Bestsellerautor ausschließt 😀 Ich glaube, das ist der Traum von vielen. Mein Traum wäre es irgendwann einmal Ruhe zum Schreiben zu haben. Das mag merkwürdig klingen, aber mein Leben war schon immer stressig und ist es noch immer, deswegen fände ich es klasse einfach nur schreiben zu können, ohne die ständigen Verpflichtungen im Nacken zu haben, die einem die Kreativität rauben.

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Bei vielen Büchern, die ich schreibe, habe ich bei einem bestimmten Typen von Charakter immer Andrea Joy Cook vor Augen. Die Ruhe und Gelassenheit, die sie in ihren Rollen verkörpert, beeindruckt mich ungemein, deswegen würde ich sie mir als Mutter Catlin aus meinem Buch wünschen, falls Hollywood es verfilmen würde 😀

Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Dies ist eine sehr gute Frage, worauf ich die Antwort selbst noch suche. Bis jetzt versuche ich fleißig in sozialen Medien die Werbetrommel zu rühren, aber Mitte des Monats erscheint auch ein Interview von mir in einer Zeitschrift, von dem ich hoffe, neue Leser zu finden.

Hattest du schon Lesungen?

Nein, leider noch nicht. Ich glaube aber, dass dies ein mutiger Schritt für jeden Autor ist. Sich einer Masse von Menschen stellen und lesen, was man selbst erschaffen hat, muss ein beängstigendes und zugleich wundervolles Gefühl sein.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Wärmflaschen 😀

Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Momentan versuche ich möglichst viel Werbung zu machen, sei es über Interviews, Werbeanzeigen in sozialen Medien oder die klassische Mund zu Mund Werbung.

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Nein, gar nicht. Das würde mich nur zu sehr ablenken.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

…dann würde ein wichtiger Teil von mir fehlen. Wenn ich beruflich bedingt eine Weile nicht schreiben kann, merke ich direkt, dass ich sehr unruhig werde. Schreiben beruhigt mich.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Man muss sich einfach trauen. Stift nehmen, Bogen Papier und einfach drauf los. Und sich selbst nicht zu stark kritisieren, das machen andere genug.

Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Diese Frage kann ich nicht einfach mit einer Auflistung beantworten, sondern würde ein eigenes Interview bedürfen 😀


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