Brigitta Rudolf

Autoreninterview Brigitta Rudolf

Die Autorin Brigitta Rudolf lebt und arbeitet mit ihrem Mann und Kater Jonny in einer kleinen Kurstadt am Rande des Wiehengebirges. Alle ihre Bücher sind mit der Hilfe ihres Mannes und ebenso durch die liebevolle Inspiration von Jonny und den anderen Katzen aus der Straße entstanden. Und es wird weitergehen…

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Wie bist du zum Schreiben gekommen?

 Der Anlass mein erstes Buch zu veröffentlichen war eigentlich ein trauriger. Unser erster Kater, er hieß Teddy Krallmann, und wir hatten ihn aus dem Tierheim zu uns geholt, ist leider nach nur acht Monaten hier, überfahren worden. Ich war untröstlich und wollte ihm mit diesen Erinnerungen an ihn gern ein kleines Denkmal setzen.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

 Anfangs habe ich alles auf Papier vorgeschrieben und es dann in den PC übertragen. Inzwischen setze ich mich gleich an den PC und tippe los. Natürlich muss dann alles noch mehrfach gelesen und nachkorrigiert werden.

Bist du Verlagsautor oder Sefpublisher oder  beides?

 Ich veröffentliche meine Bücher über über BoD – Books on Demand.

Es gibt sie sowohl als Taschenbuch wie auch als e-book.

 Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

 Da habe ich kein konkretes System. Ich habe einen Gedanken und lege los, manches entwickelt sich allerdings auch während des Schreibens in eine andere Richtung, als ursprünglich geplant – ich bin für alles offen. Meine Inspiration ist der Alltag, ab und zu reicht ein Stichwort oder ein Bild. Und natürlich sind es immer wieder die Katzen, die mir Freude und Ideen bescheren!

 Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

 Wenn ich unterwegs bin oder absolut keine Zeit habe meine Idee gleich im PC festzuhalten, dann schreibe ich mir ein paar Stichworte auf, damit ich  nichts vergesse, was ich später verwenden möchte.

 Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

 Da ich keine festen Zeiten zum Schreiben habe, kommt es natürlich vor dass es mal an der Tür klingelt oder das Telefon läutet. Dann versuche ich das möglichst schnell zu erledigen, damit ich weiterarbeiten kann.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Weihnachtsglück auf leisen Pfötchen“ geht?

Das ist eine Geschichte in der eine junge Cafébesitzerin kurz vor der Adventszeit um himmlischen Beistand für ihre Probleme bittet. Ob und wie sie den erhält, diese Frage beantwortet das Buch. Und natürlich spielt auch eine kleine Katze dabei eine entscheidende Rolle.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

 Da ich noch ganz viele Kurzgeschichten geschrieben habe, sowie Katzenmärchen und auch Hundegeschichten auf die Veröffentlichung warten, sollen die als nächstes bearbeitet werden. Höchstwahrscheinlich wird 2019 auch die Geschichte über eine fiktve Enkelin herauskommen. Der geplante Titel ist „Oma in Jeans“

Gibt es ein Genre in dem du nicht schreiben würdest / könntest?

 Ja, ich glaube, Gruselgeschichten würden mir sehr schwer fallen!

 Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

 Die Katzenbücher der verstorbenen Andrea Schacht habe ich sehr gemocht. Ich versuche ein wenig ihr nachzueifern. Dann habe ich mich an Krimikurzgeschichten versucht, wobei mir Ingrid Noll als Vorbild gedient hat. Sie kann ja bitterböse sein, ist aber dennoch stellenweise auch herrlich komisch. Außerdem mag ich gern ältere Autorinnen wie Else Hueck-Dehio oder Gerorgette Heyer, falls die noch jemand kennt.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

 Ohne die Hilfe meines Mannes hätte ich es nie geschafft! Kurz gesagt, ich schreibe die Texte, und er macht den Rest; und dieser Rest ist sehr viel Arbeit, wofür ich ihm dankbar bin. Außerdem begleitet er mich bei meinen vielen Lesungen, druckt Flyer usw.

Hast du noch Zeit für Hobbies nebenbei?

 Leider nur sehr wenig. Minijob, Haus- und Gartenarbeit und den vielen Lesungen, damit ist man voll ausgefüllt. Aber ab und zu nehme ich mir trotzdem ein bisschen Zeit zum Lesen, das muss einfach sein.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest?

Klar, bei Markus Lanz auf dem roten Sofa sitzen und über meine Bücher sprechen! Mir ist auch der Tierschutz sehr wichtig, darüber könnte man dann in der Öffentlichkeit ein paar passende Worte verlieren – da liegt leider so viel im Argen.

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättet du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

 Nicht wirklich, aber in dem Fall würde ich gern sympathischen noch unbekannten Talenten den Vorzug geben.

 Wie (oder wo) findest du deine Leser?

 Da ich das Glück habe in einer kleinen Kurstadt zu wohnen, lese ich regelmäßig in den Kliniken. So erreicht man auch Leser von außerhalb. Außerdem habe ich auch schon in den Katzencafés in Hannover und Bielefeld gelesen. Natürlich versuche ich es auch einzurichten bei regionalen Literaturveranstaltungen dabei zu sein.

Hattest du schon Lesungen?

 Im Durchschnitt habe ich etwa 150 Lesungen pro Jahr.

Gerade jetzt kommen meine Weihnachtsgeschichten gut an.

 Hast du irgendwelche Laster?

 Ich mag sehr gern Süßes und Kuchen – mein Zahnarzt freut sich!

Machst Du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

 Natürlich geben wir auf Facebook bekannt, wenn ein neues Buch erschienen ist, und bei den Lesungen verteile ich Flyer. Auf meiner webseite gibt es zu jedem Buch Leseproben. Zum Glück habe ich auch einen guten Draht zu mehreren Redakteuren unserer Tageszeitung, und wenn ein neues Buch erschienen ist, dann gibt es immer einen Artikel und ein Foto.

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

 Nein, das mag ich gar nicht.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

Daran mag ich gar nicht denken – das wäre ein echter Schicksalsschlag für mich! Schreiben ist für mich inzwischen so wichtig wie Atmen.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Mut haben und es einfach tun!

Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Gesundheit und Glück für meine Familie und mich.

Ich wünsche mir sehr, dass wir endlich auch unsere Mitgeschöpfe zu schätzen lernen und sie entsprechend behandeln lernen.

Und natürlich der Klassiker – Frieden für die Welt.


 

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