Anett E. Schlicht

Autoreninterview Anett E. Schlicht

Die Autorin

Anett E. Schlicht wuchs in einem kleinen Küstenort in Mecklenburg-
Vorpommern auf und lebt als freie Journalistin und Autorin in Hamburg. Sie ist
Fantasy- und Science-Fiction-Fan, Serien-Junkie und reist gern, vor allem nach
Skandinavien. Schon als Kind liebte sie Märchen und fantastische Erzählungen –
und die Gute-Nacht-Gruselgeschichten ihrer Großmutter. Ihr Debütroman »Zeit
der Eismonde« ist am 2. Mai im Piper Verlag erschienen. Ein Teil der Geschichte
entstand während eines Winterurlaubs an der dänischen Nordsee. Die
Geschichte ist inspiriert von der Frage »Woher kommen unsere Träume?« und
einem Besuch des Wikinger-Museums Haithabu in der Nähe von Schleswig.

Piper Verlag

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Das Interview

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich war schon immer von geschriebenen Worten, Geschichten und fremden
Welten fasziniert, in die Autoren Leser eintauchen lassen können. Bücher sind
Magie! Meine ersten eigenen Kurzgeschichten habe ich in der Schule verfasst,
später für die Schülerzeitung geschrieben. Nach meiner Ausbildung begann ich
als Journalistin für unterschiedliche Medien zu arbeiten. Vor einigen Jahren
wuchs der Wunsch, einen Text zu verfassen, der keinen journalistischen
„Background“ hat – der Anfang meines Romanprojektes.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und
arbeitest dann nach?
Ich plotte grob und schreibe dann die einzelnen Kapitel aus dem Kopf herunter.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Mein Debütroman »Zeit der Eismonde« ist im Piper Verlag erschienen, ein
zweiter Buchvertrag ist bereits unterzeichnet. Trotzdem schließe ich nicht aus,
mich auch im SP-Bereich auszuprobieren.

Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst
du deine Inspiration?

Inspirationen finde ich überall. Die Idee zu meinem ersten Buch kam mir bei
meinen Reisen durch Skandinavien. Die Natur, die großartigen Landschaften und
eisigen langen Winter spiegeln sich auch in meinem Debütroman wieder.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst
handschriftliche Notizen?

Ich schreibe am liebsten auf meinem in die Jahre gekommenen Laptop und am
Mac, meinem Arbeitsrechner, dazu kommen handschriftliche Notizen, wenn mir
zwischendurch etwas einfällt.

Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Pause machen. Weiterarbeiten. Manchmal arbeite ich auch mit Musik auf den
Ohren, das hilft mir sehr.

Magst du kurz anreißen, worum es in »Zeit der Eismonde« geht?

Ich füge mal an dieser Stelle eine kurze Inhaltsangabe an:
Die Zeit der Eismonde hat begonnen, ein Winter, der viele Mondzyklen
andauern wird. Während die schwarze Kälte das Leben in Aehdland langsam
erstarren lässt, zweifelt der siebzehnjährige Ouwen an seinem Verstand:
Tagsüber hat er schreckliche Visionen, die ihm so real erscheinen, dass er sie
kaum von der Wirklichkeit unterscheiden kann. Nachts wird er von Albträumen
heimgesucht, die er nicht zu deuten vermag. Als der Schattenläufer Hayden in
sein Haus eindringt und behauptet, den wahren Grund für seine Visionen zu
kennen, muss Ouwen auf seine Intuition vertrauen. Er folgt ihm und flieht vor
den dunklen Jägern, die bereits auf dem Weg in sein Dorf sind. In den Wäldern
begegnet er einem verletzten Wolf mit seltsamen roten Augen und rettet ihm
das Leben, doch dieser birgt mehr als nur ein Geheimnis …“

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Ich schreibe gerade an einer Fortsetzung: »Zeit der Eismonde« wird kein
Einzelband bleiben. Der zweite Teil der Reihe wird voraussichtlich im Sommer
2020 bei Piper erscheinen. Zudem habe ich noch eine Idee für ein Jugendbuch
in meinem Kopf und hoffe einige erste Zeilen dafür ebenfalls aufs Papier
bringen zu können.

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Sehr viele! Und ja, natürlich. Ich liebe Geschichten (vor allem fantastische) –
schon seit meiner Kindheit. Zu meinen Lieblings-AutorInnen gehören u.a. J.R.R.
Tolkien, Hans Christian Andersen, Michael Ende, Clive Staples Lewis, Kathryn
Lasky, Jean M. Auel, Inbali Iserles, Bernard Cornwell, Kai Meyer, Wolfgang
Hohlbein, Joanne K. Rowling und Bernhard Hennen.

Hast du noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Aktuell eher weniger, aber etwas Zeit für einen Serien-Abend bleibt immer.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor
gilt nicht, das werden wir schon.

Ein paar Monate – vielleicht sogar ein ganzes Jahr – um die Welt reisen und
Selfies mit Kokosnüssen posten 😉

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im
Hinterkopf? Wer würde es werden?

Sollte ich je das Glück haben in diese Situation zu kommen bin ich für alles
offen 😉 Mmmm… Ok… Ehrlich gesagt habe ich beim Schreiben oft an einen
Schauspieler gedacht: Ron Perlman. Mr. Hellboy. Er wäre der perfekte
Gestaltwandler in meiner Geschichte.

Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Durch meinen Verlag bin ich im Buchhandel gut vertreten, trotzdem gehört
Eigenwerbung heute für Autoren dazu. Durch Social Media hat man gute
Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.

Hattest du schon Lesungen?

Nein, meine erste Lesung wird am 29. Mai in Hamburg stattfinden, bei Thalia in
Wandsbek und ich bin (jetzt schon) nervös. Mir wurde mitgeteilt, dass es vor
Ort Sekt gibt. Und Kaffee. Thank God.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Kaffee.

Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Ich habe bei Facebook und auch bei Instagram Autorenseiten erstellt und eine
Homepage für die Bücher angelegt.

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Sehr viel. Musik hilft mir dabei, in bestimmte Stimmungen einzutauchen. Für
»Zeit der Eismonde« habe ich daher eine eigene Musikliste bei Spotify angelegt,
mit Songs von Künstlern wie Björk, Radiohead, Nick Cave, Elbow, Steven Wilson,
Aurora – und Sigur Rós. Einen Hinweis dazu kann man auch direkt am Anfang des
Buches finden.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Probier es einfach aus. Und: Lass dich nicht entmutigen. Außerdem: Viel
Schreiben, Lesen, wieder Schreiben, Überarbeiten. Kritikfähig bleiben und sich
selbst hinterfragen, warum man das Ganze macht. Ein professionelles Lektorat,
Korrektorat und Feedback von Testlesern sind ebenso wichtig.

Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Gesundheit. Ein wenig Glück. Und eine Prise Magie.

Vielen Dank für das offene Interview, Anett E. Schlicht, und weiterhin viel Erfolg.


Das Buch

Zeit der Eismonde

Wispernde Stimmen in der Dunkelheit, Albträume in der Nacht und grausame Visionen am Tag: Der siebzehnjährige Ouwen glaubt, den Verstand zu verlieren. Als ihn eines Nachts ein mysteriöser Fremder aus dem Schlaf reißt und ihn auffordert, unverzüglich mit ihm aus seiner Heimat zu fliehen, fürchtet er, in einem seiner Albträume gefangen zu sein. Doch der Schattenläufer Hayden ist real – genau wie die dunklen Jäger, die Ouwens Spur aufgenommen haben. Und Ouwen weiß, wer ihnen in die Hände fällt, ist für immer verloren …

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1 Gedanke zu „Anett E. Schlicht

  1. Liebe Anett E. Schlicht, danke das Autoreninterview. Es war spannend von Dir zu lesen.
    Ich wünsche Dir für Deine drei Wünsche an eine gute Fee, alles Gute. Voran die Gesundheit.
    LG Vero

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