Live Interview mit Gabi Büttner und Silvia Nagels

Autoreninterview mit Gabi Büttner und Silvia Nagels

Gabi Büttner und Silvia Nagels gaben am 22.07.2019 dem Autoren_Netzwerk ein Interview im Live Chat. 1 Stunde lang  stellten sie sich den Fragen ihrer Gäste.

Gemeinsam haben sie den Thriller-Krimi »Mondscheingift« geschrieben – das Buch findet ihr am Ende des Beitrags.


Die Autorinnen

Gabi Büttner, Jahrgang 1970, geboren in Nienburg im schönen Niedersachsen. Ihre Kindheit verlief normal, abgesehen von der Tatsache, dass sie die Fibel in der ersten Klasse bereits nach einem halben Schuljahr durchgelesen hatte und unbedingt mehr wollte. Mehr Geschichten, mehr Spannung, mehr Abenteuer. Schon als Kind hatte sie Fantasie im Übermaß. Daraus entstanden Geschichten, die sie aufschrieb. Dass Sie je selbst ein Buch schreiben würde, glaubte Sie hingegen nicht.
Zuerst kam auch das Leben dazwischen. Ein Haus, zwei Kinder, verschiedene Jobs, unter anderem fünfzehn Jahre im Buchhandel.
Dann aber erhoben sich ihre Protagonisten, flüsterten ihr Worte ein und zwangen sie, ihre Geschichten zu erzählen. Seitdem ist sie Schreiberin mit Leib und Seele.

 

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Silvia Nagels wurde 1966 in Duisburg geboren und lebt seit 2004 mit ihrer Familie im niedersächsischen Peine. Nach dem Abitur machte sie ihr Hobby zum Beruf, wurde Köchin und arbeitete eine Zeit lang in Italien. Heute kocht sie in einem Krankenhaus in Hannover.

 

 

 

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Das Interview

Silvia Nagels: Moin zusammen 🙂

Gabi Büttner: Guten Abend 😊

Gast: Habt ihr schon ein neuer Projekt im Angriff?

Silvia Nagels: Gemeinsam oder einzeln?

Gast: Gemeinsam?

Silvia Nagels: Sagen wir mal so: Wir liegen in den Anfängen

Gast: Oder auch einzeln 😀

Silvia Nagels: Einzeln arbeite ich an der nächsten Käthe und immer noch an dem Selkie-Roman, den ich erstmal beiseitegeschoben habe, bis Käthe in der Rohfassung fertig ist

Gabi Büttner: Mehrere 🙂 Aktuell sitze ich am Buchsatz der Neuauflage des ersten Bandes der McLain-Reihe. Buchsatz Band zwei kommt gleich danach, gefolgt von der finalen Überarbeitung für Band 3. Nebenbei schreibe ich an einem weiteren Thriller und plotte mit Silvia ein bisschen am Nachfolger von Mondscheingift 🙂

Gast: Verratet Ihr, um welches Gift es sich handelt?

Gabi Büttner: Es handelt sich um das Gift des Stechapfels 🙂

Gast: Schön. Und wer sammelt die Ideen? Beide?

Silvia Nagels: Jeder für sich und dann wurde gemeinsam ausgesiebt, überlegt, weitergesponnen

Gabi Büttner: Wir werfen unsere Ideen in den Chat und überlegen dann gemeinsam, was passen könnte 🙂

Gast: Wer ist die kritischere von euch?

Gabi Büttner: Ich denke, dass bin ich, obwohl auch Silvia sehr kritisch ist. Aber ich bin tatsächlich ein richtiger Erbsenzähler

Silvia Nagels: Ich glaube, kritisch sind wir beide auf unterschiedliche Art. Gabi im Lektorat (kill your darlings) ich im Korrektorat

Gast: Habt ihr Testleser?

Silvia Nagels: Testleser hatten wir, oh ja. Sehr kritische Testleser

Gabi Büttner: Wir haben mehrere Testleser, die aus einer Mischung anderer Autoren und reinen Lesern bestehen 🙂

Gast: Was kommt so feines als nächstes zum Lesen?

Silvia Nagels: als Gemeinschaftsprojekt sind wir am Anfang der Planung, dafür basteln wir an unseren Einzelprojekten

Gabi Büttner: Von mir bzw. Jaden wird demnächst Band 2 der McLain-Reihe veröffentlicht und Band drei folgt vermutlich auch noch dieses Jahr. Dann unter Klarnamen Ende 2019 / Anfang 2020 ein weiterer Thriller, in dem es allerdings härter zugehen wird

Gast: Projekte sind immer gut. Bei Gabi warte ich auf McLain. Was erwartet mich bei dir, Silvia?

Silvia Nagels: Der dritte Käthe-Fall, meine Ermittleroma, und danach eine historische Fantasy-Familiensaga über Selkies von 1910 bis … naja, noch keine Ahnung ob bis in die Gegenwart

Gast: Ich habe Mondscheingift ja gerade durchgelesen, wie sieht es denn aus, wird es noch eine Geschichte in diese Richtung geben, oder vielleicht eine Fortsetzung?

Silvia Nagels: Auf jeden Fall, Wagner und Gölz sind uns doch ziemlich … na ja, nicht ans Herz gewachsen, aber das Ende von Mondscheingift schreit ja förmlich nach einer Fortsetzung

Gabi Büttner: Wir haben da bereits eine Idee für eine Fortsetzung

Silvia Nagels: Jep, die tragen wir zusammen und dann geht’s irgendwann los

Gast: Plottet ihr akribisch und wenn ja wieviel bleibt im Endprodukt davon übrig?

Silvia Nagels: Akribisch nicht … aber wenigstens so, dass wir wissen, wo der Hase hinläuft. Das haben wir uns jedenfalls für die Fortsetzung vorgenommen

Gabi Büttner: Beim ersten gemeinsamen Projekt haben wir nicht wirklich geplottet. Ich kenne das ja schon von anderen Gemeinschaftsprojekten. Für Silvia war das neu. Die Überarbeitung hat sie ein wenig Nerven gekostet, sodass ich mich verpflichtet habe, beim nächsten Projekt mit ihr ordentlich zu plotten

Silvia Nagels: Das war die Grundvoraussetzung 😉

Gast: Ich finde das klasse – ihr arbeitet also unterschiedlich – sich da dann zusammenzuraufen – Respekt.

Gast: Träumt EINE von dem Buch? Passiert ja manchmal, dass man im Traum schreibt. Mich verfolgen Dinge, die ich nicht fertig habe.

Gabi Büttner: Ich träume tatsächlich sehr häufig Szenen für die Bücher, an denen ich arbeite. Oft entstehen auch Ideen für neue Bücher aus Träumen. Allerdings habe ich bei Mondscheingift nichts geträumt

Silvia Nagels: Ich träume auch, garantiert – super Ideen für neue Bücher … kann mich dann nach dem Aufstehen nie mehr dran erinnern. Jedenfalls nicht so, dass ich sie aufschreiben könnte

Gast: Also ich habe keine große Ahnung vom Schreiben, aber ich stelle es mir irgendwie schwierig vor, ein Buch zu zweit zu schreiben. Ist es nicht schwer, sich da immer zu einigen, wie die Geschichte weitergeht, welchen Weg die Charaktere nehmen, wie es letztlich endet?

Gabi Büttner: Ich empfinde es tatsächlich einfach, zu zweit zu schreiben. Es geht wahnsinnig schnell, da wir im Chat schreiben. Jede Handlung des einen erfordert sofortige Reaktion des anderen, was das ganze sehr lebendig macht. Allerdings ist die Überarbeitung und der Feinschliff hinterher umso aufwändiger

Silvia Nagels: Das dachte ich am Anfang auch, aber es hat sich nach den ersten Schwierigkeiten am Anfang, als wir uns noch nicht so klar waren, wohin wir wollen, gelegt. Danach lief es wie am Schnürchen. Das war es auch, was mir gefallen hat – die Geschwindigkeit und die direkte Reaktion – echt und realistisch. Ja, der Feinschliff*grummel

Gabi Büttner: Ich erwähnte, dass ich den besonders mag?

Gast: Im Chat schreiben finde ich schwierig. Der eine streicht, der andere fand es gut? Wie macht ihr das? Wie funktioniert das im Detail?

Gabi Büttner: Wir schreiben erst einmal einfach drauf los. Gestrichen wird erst bei der Überarbeitung. Aber du hast schon Recht. Es muss einfach harmonieren, sonst funktioniert das Ganze nicht :-). Wir haben täglich den Chat kopiert und ins Doc eingefügt. Das ist eigentlich kein Aufwand. Einfach kopieren und einfügen 🙂 Allerdings habe ich letzte Woche einen anderen Chat kopiert, in dem ich mit einer anderen befreundeten Autoren eine achtbändige Reihe geschrieben habe. Waren ja nur 11800 Seiten (nein, es ist keine Null zu viel)

Gast: Ich käme durcheinander. Ihr nicht?

Gabi Büttner: Nein, warum? Einfach das vom aktuellen Tag im Doc hinter dem vom Vortag einfügen. Da kann nichts durcheinander kommen 🙂

Gast: Ich kenne es ja nun auch und es ist interessant zu lesen, dass eure Erfahrungen sehr ähnlich sind.

Gast: Sagt mal, wie wird die Geschichte von den ‚Dampfern‘ angenommen? Gibt es direkte Rückmeldung?

Gabi Büttner: Die bisherigen Rückmeldungen von den Dampfern waren sehr gut, obwohl wir uns bemüht haben das Thema nur anzuschneiden, damit es für Nichtdampfer nicht langweilig wird 🙂

Silvia Nagels: Jedenfalls scheint unsere Recherche über die Dampferszene gut gewesen zu sein, und wir haben uns keine groben Schnitzer geleistet – die Dampferszene hat ja zum Teil ihre eigenen Begriffe, die ein Nicht-Dampfer nicht kennt

Gast: Wie reagiert ihr bei Störung von außen?

Gabi Büttner: Freunde, Familie und Co, wissen, dass ich am Schreiben bin, wenn ich Anrufe, Nachrichten oder die Türklingel ignoriere. So wie sie wissen, dass ich die Tür nicht öffne, wenn sie sich nicht vorher angemeldet haben 🙂

Gast: Wer erstellt für euch das Cover?

Silvia Nagels: Das Cover zu Mondscheingift hat die Designerin des Dampfershops kreiert

Gabi Büttner: Normalerweise werden meine Cover ausschließlich von Nina Döllerer erstellt. Bei Mondscheingift wurde es allerdings von einer anderen Designerin erstellt, da es zu dem Buch eine ganze Produktreihe in dem Dampfershop gibt, in dem die Handlung spielt. Da musste das Cover mit den Labeln der Produkte übereinstimmen 🙂

Gast: Wie viel Recherche musstet ihr betreiben? Habt ihr die Locations besucht, oder nur über Internet recherchiert, auch wenn es in Peine spielt?

Silvia Nagels: Viel Vor-Ort-Recherche … und lange Gespräche mit der Besitzerin des Dampfershops. Dabei hab ich festgestellt, wie sehr einem das Gedächtnis Streiche spielen kann … ich hab Gabi dann Filme der Locations gemacht, damit sie auch ein Bild davon hatte

Gabi Büttner: Silvia hat immer versucht mir zu erklären, wie es an den Orten aussieht und hat Bilder geschickt. Irgendwann hab ich einfach gesagt: Mach du die Beschreibungen^^ Ich hab mir die Handlungsorte aber dann angesehen, als ich in Peine war.

Gast: Lasst ihr euch auch manches genehmigen. Wie z B. Location. Gasthaus Namen usw.

Gabi Büttner: Wir haben den Dampfershop namentlich erwähnt, was kein Problem war, da die Idee zu dem Buch im Grunde von der Besitzerin stammt. Bei allen anderen Locations haben wir den Namen weggelassen.

Gast: Harmoniert ihr immer oder habt ihr auch große Diskussionen über einzelne Themen?

Silvia Nagels: Ich kann mich nicht an größere Diskussionen erinnern … ganz zu Anfang gab es die, als wir uns noch nicht klar waren, wer nun letztendlich der Mörder ist. Aber sonst … und es war alles friedlich, Fetzen sind nie geflogen^^

Gabi Büttner: Wir diskutieren auch öfter mal. Im Großen und Ganzen harmonieren wir zwar, aber Silvia ist eher der geruhsame Krimi-Typ, während ich der knallharte Thriller-Typ bin und es mir nicht grausam genug sein kann. Wir haben das aber ziemlich gut geregelt bekommen

Gast: Ich finde es gut, wenn man Gegensätze irgendwie zusammenbringen kann, das erhöht die Spannung

Gast: Habt ihr feste Termine zum Schreiben oder spontan? Wenn ich das richtig verstehe, könnt ihr nicht nacheinander schreiben, sondern müsst immer beide online sein?

Silvia Nagels: Wir hatten uns meist abends nach Feierabend verabredet, wenn keiner von uns Termine hatte … Uwe hatte ganz schön zu leiden ;-). Wir haben praktisch im Messenger ein ‚Gespräch‘ geführt

Gast: Ich habe in meinem Verlag ja inzwischen auch einige Krimis veröffentlicht. Einige laufen wie geschnitten Brot, andere gar nicht. Was ist euer „Rezept“?

Silvia Nagels: Hm … Rezept? Ich weiß nicht … was mir persönlich bei Mondscheingift gefällt, ist die Mischung. Ich kann meine gemütlichen Charaktere, meine ermittelnde Oma einbringen, ein wenig Harmonie und normales Leben … und dann kommt Gabi mit ihren Psychos, harten Charakteren – das hat mir unheimlich gut gefallen

Gabi Büttner: Laut den Rückmeldungen von Lesern kamen die Szenen aus Sicht des Killers sehr gut an.

Gast: Was macht Ihr, wenn Euch mal nichts einfällt, kann man sich da dann durch irgendetwas motivieren, habt Ihr da bestimmte Rituale?

Gabi Büttner: Meine Veröffentlichungspläne stehen bis 2024. Pro Jahr so 2 – 3 Bücher. Bis 2025 ist mir sicher bereits wieder etwas Neues eingefallen

Silvia Nagels: Geht mir ähnlich, ich hab noch einige Ideen, Manuskripte, Kurzgeschichten, die ausgebaut werden wollen … nur zu wenig Zeit, an allem gleichzeitig zu arbeiten

Gast: Sag mal: das Bild zu dieser Veranstaltung … rechts, das ist Silvia, daneben Gabi und wer ist links?

Silvia Nagels: Das ist Astrid, die Besitzerin des Dampferladens, unsere Ideengeberin, bzw. diejenige, die den Stein ins Rollen gebracht hat.

Gast: Habt ihr schon mal an Gastautoren gedacht?

Gabi Büttner: Noch einen 😮 Du meinst zu dritt schreiben? Das stelle ich mir sehr kompliziert vor 😮

Silvia Nagels: Oha … das wäre chattechnisch … also, da müssten die Rollen fest vergeben sein … und der Plot echt akribisch, also, ich mein ja nur

Gast: Nur so eine „Außenseiter“ -rolle, die kurz da ist und schnell wieder weg

Gabi Büttner: Wäre eine Überlegung wert 🙂

Gast: Ich bin gerade dabei, zusammen mit einer anderen Autorin ein Buch zu schreiben. Das ist echt nicht ohne … Hab ihr einen Rat für mich?

Gabi Büttner: Es geht einfacher, wenn ihr euch vorher einigt, wer welchen Charakter schreibt und ordentlich plottet. Ansonsten tötet einen die Überarbeitung. Frag Silvia nur nicht nach dem Feinschliff ^^

Gast: Ja, aber der Teufel liegt bekanntlich im Detail! 😉

Silvia Nagels: Mich hat die erste Überarbeitung gekillt 😉 ich weiß, Gabi hat bei den Mclains x Varianten des Anfangs geschrieben … aber … naja, ich halt nicht

Gabi Büttner: McLains Band 1 haben wir den Anfang tatsächlich 17 x überarbeitet und neu geschrieben. So viel war es bei Mondscheingift ja dann doch nicht

Silvia Nagels: Gott sei Dank 😉

Gast: Habt ihr das Dampfen auch selbst ausprobiert? 🙂

Gabi Büttner: Tatsächlich habe ich bereits seit Jahren eine E-Zigarette. Ich rauche nicht in der Wohnung, da ist gerade im Winter ist das Dampfen eine gute Alternative für mich, wenn ich nicht raus gehen möchte 🙂

Silvia Nagels: Ich hab auch eine, werde auch demnächst wieder den Versuch starten, von den Zigaretten wegzukommen

Gast: Eine Frage an Gabi! Falls sie hier nicht passt, bitte einfach ignorieren! Wir haben uns ja persönlich kennengelernt, weil wir ja eine gemeinsame Leidenschaft haben, Supernatural! Was sagst Du dazu, dass es nun bald vorbei sein wird? Vielleicht auch Deine Meinung als Schriftstellerin. Ist es besser, etwas enden zu lassen auch wenn es noch gut läuft oder lieber weitermachen? Ist bei Deinen Büchern ja sicher auch eine wichtige Frage!

Gabi Büttner: Als Autorin denke ich, es ist genau der richtige Zeitpunkt aufzuhören. Was soll noch kommen? Wir hatten alles Mögliche. Was jetzt noch folgen würde, wären Wiederholungen. Als Fan hingegen hoffe ich, dass das Fandom mir am Ende hilft, die Scherben meines gebrochenes Herzens vom Boden aufzufegen. Ich mag gar nicht daran denken, dass Supernatural je enden wird. Ein Leben ohne Dean Winchester? Undenkbar

Gast: Plant ihr wieder eine Zusammenarbeit?

Gabi Büttner: Wir basteln bereits ein wenig am Plot für ein weiteres Buch 🙂

Silvia Nagels: Jo 🙂 gibt ja noch ein paar Dinge, die in der Schwebe sind

Gast: Wie ich lese, arbeitet ihr noch? Voll- oder Teilzeit?

Silvia Nagels: Vollzeit … deswegen hab ich immer viel zu wenig Schreibzeit, hätte aber kein Problem damit, aus dem Schreiben einen Beruf zu machen, wenn das Geld stimmt

Gabi Büttner: Ich habe einen 3/4 Job. Allerdings frisst tatsächlich das Marketing die meiste Zeit weg. Ich habe einen Brotjob, ich schreibe, ich lektoriere, ich erstelle Buchtrailer, ich bin Testleserin und denke mir öfter mal Autoren-Challenges aus. Dafür fahre ich nicht in den Urlaub. Aber ich würde es niemals anders haben wollen. Außer natürlich den Brotjob ein wenig reduzieren

Silvia Nagels: (Ich bin ja die Marketingniete, deswegen mach ich so wenig davon)

Gast: Nur eine Frage kurz vor Toresschluss, werden Andreas und Oliver noch in weiteren Fällen gemeinsam ermitteln? Was ich doch sehr hoffe, denn dieser Krimi ist einfach toll

Silvia Nagels: Werden sie, ist schon in Planung 😉

Gast: Wer von euch hat denn welchen Protagonisten erfunden? Die taffe Tante kommt doch sicher von Silvia, oder?!

Silvia Nagels: Gute Frage … würde mich interessieren, ob Leser merken können, wer welchen Charakter geschrieben hat. Lisbeth ist meine, jo. Oliver, Annika, Mattes …

Gast: Andreas kommt von Gabi schätze ich

Silvia Nagels: Ja, und Kai, Wilma, Jasmin, Pia … einige Charaktere haben wir abwechselnd geschrieben, so wie es grad erforderlich war

Gabi Büttner: Ganz genau. Und der Killer, Gerda, Jasmin und Wilma sind „meine“ ^^

Gast: Die sind euch alle klasse gelungen

Silvia Nagels: Gerda … Mensch, die hab ich ja ganz vergessen … *HUHU*

Gast: Gabi, Andreas ist voll mein Typ, und mein Herz schlug höher, als ich las, dass er auf Rothaarige steht. Macht weiter, Mädels, ob nun blond, dunkel oder lilagefitzelt. Beim nächsten Autorentreffen hätte ich gerne ein Autogramm von euch

Gabi Büttner: Vielleicht sollte ich dich mit Andreas bekannt machen 😉

Gast: Jaaaaaa, bütteeeeee 😍

Silvia Nagels: Auweia *-*

Gast: Meine letzte Frage an euch, welches Genre liegt euch am Nächsten und welches Genre würdet ihr eher nicht schreiben.

Silvia Nagels: Liebesromane, Erotik und so geht gar nicht bei mir. Thriller, Horror und so auch nicht. Dann lieber Fantasy, meine Käthe-Krimis … und Wagner und Gölz, das passt, wenn Gabi die harten Sachen übernimmt 😉

Gabi Büttner: Ich bin nicht auf ein Genre beschränkt. Alles was einen Psychopatischen benötigt, innerlich zerrissene Charaktere, ein wenig Drama, und seelische Qual liegt mir. Ich schreibe gerne Thriller, sehr gerne in Verbindung mit einer Liebesgeschichte, da ich da alles einbauen kann. Dystopie, aber auch und Fantasy. Historisches würde ich nicht unbedingt schreiben wollen. Nicht weil mir das Genre nicht liegt, aber die Recherche würde mich wahnsinnig machen

Gast: Aber auch hier muss man die Begebenheiten über die man schreibt kennen.

Gabi Büttner: Muss ich die wirklich kennen? Das würde bedeuten ich müsste jemanden töten, um aus Sicht meines Killers schreiben zu können

Uwe Tiedje: Abschlußbemerkung von mir: Ich kenne die beiden ja nun schon eine ganze Weile. Wenn sie ihre Brotjobs nicht hätten, würde es Bücher regnen wie bei einer Fließbandproduktion, und das auch noch qualitativ hochwertig. Egal ob sie nun allein schreiben oder zu zweit. Wenn die zwei in Rente gehen, sollte man Verleger werden. Mehr Bücher könnte man in einem Jahr als Einmannbetrieb kaum verlegen. Wenn ich mir anschaue, was die beiden leisten, fühle ich mich eher als mickriges Abbild eines Autors 😊 

Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Gabi Büttner und Silvia Nagels, und viel Erfolg mit allem, was ihr noch so schreibst. 


Das Buch

Der Stechapfel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Sein Gift führt zu Lähmungen, Halluzinationen … oder zum Tod.

Das müssen mehrere Kunden des Dampfershops von Jasmin Schubert erfahren, als eine Reihe von Giftanschlägen in dem Geschäft verübt wird. Richten sich die Angriffe gegen die Vaperszene, oder gegen die Besitzerin persönlich?
Gerüchte und Klatsch erschweren die Ermittlungen von Kommissar Andreas Wagner und seinem Partner Oliver Gölz. Dennoch führt sie die Spur zu Ereignissen, die sie in der Kleinstadt Peine nicht erwartet haben.

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2 Gedanken zu „Live Interview mit Gabi Büttner und Silvia Nagels

  1. Bin leider gerade erst dazu gekommen Eure spannenden Antworten zu lesen, sorry! Danke für die ausführlichen Antworten und das Ihr Euch die Zeit genommen habt für mich neugierigen Leser! Ich finde ja so Einblicke in den Entstehungsprozeß eines Buches richtig interessant, die Möglichkeit hat man ja auch nicht so oft! Also nochmal vielen Dank und ich hoffe wir hören uns einmal wieder! Weiter viel Erfolg, ich freue mich immer auf Nachschub an Lesestoff!

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