Heidelinde Penndorf

Interview mit der Bloggerin Heidelinde Penndorf

Über Heidelinde Penndorf und ihren Blog

Bücher – das sind Abenteuer- himmlische Träume, Seereisen, ferne Länder kennenlernen. Die Protagonisten eines Buchs lassen uns lachen, träumen, tanzen, lassen uns auch manchmal traurig sein. Ihr Leben wird für uns Leser lebendig, wir denken uns hinein, träumen uns weg in ihre Welt, erleben ihre Ängste, ihre Zweifels, ihren Mut und spüren ihre Liebe zueinander – Kopfkino pur. Autoren, schenken den Lesern Wissen, neue Ideen, einen anderen Draufblick auf das Leben und regen uns zum Denken an. Bücher lesen ist ein ästhetische Genuss der Phantasie, der unsere Sinne anregt. Wir spüren oft, wie dem Autor die lyrischen Bilder seines Wortkunstwerks leidenschaftlich aus der Seele strömen. Ein Buch zu schreiben, ist auch Selbstverwirklichung und eine Berufung. Dafür nehmen Autoren oftmals viel auf sich. Denn es erfordert sehr viel Selbstvertrauen und auch Mut, sein geschriebenes Werk auch zu veröffentlichen und sich darauf einzulassen, in der harten Welt des Buchmarkts, sich der tausendfachen Konkurrenz zu stellen. Ich mag den Autoren Mut machen, denn Bücher so schreiben, dass sie bestand in der Literaturwelt haben, ist eine hohe Kunst.

Zum Blog


Wir begrüßen ganz herzlich die Bloggerin Heidelinde Penndorf bei uns zum Interview. 

Was hat dich bewogen, Rezensionen zu verfassen?

Es war ein Schlüsselerlebnis – ich bin schon immer eine Leseratte, hab als Kind schon alles verschlungen – dann 2012 lernte ich einen Autor kennen, der mich bat eine Einschätzung zu seinem Buch abzugeben und er meinte dann ich soll Rezensionen schreiben, weil sie anders sind … tja und so begann alles

Wie bist du zum Bloggen gekommen?

Ich möchte die Menschen zum Lesen bewegen. Mein Blog ist ein Kind meiner Website, weil ich meinen Leseradius für die Rezensionen einfach erweitern wollte damit viele Leseinteressierte sie lesen und Bücher kaufen.

Nach welchen Kriterien wählst du die Bücher aus?

Eigentlich nach keinen, die Autorenschaft fragt mich meist, ob ich rezensieren mag

Das bedeutet, du bist offen für alle Genres?

Ja.

Ich könnte nur schwer etwas lesen, was mich eigentlich gar nicht so interessiert 

Wisst ihr, als ich die zwei literaturwissenschaftlichen Werke von Dirk von Grolman las, hab ich auch erst gedacht : OH MEIN GOTT und dann hat sich herausgestellt, dass ich sehr viel dabei über Literatur lernen konnte und es doch sehr interessant und lohnend ist, auch mal ins Wasser zu springen.

Wie lange betreibst du das Bloggen schon?

Seit 2012 – vorher nur für mich persönlich.

Gibt es ein oder mehrere No Go`s für dich? Falls ja, welche?

Ein NO Go ist für mich, öffentlich über ein Buchwerk und die Autorenschaft herzuziehen, einen Verriss zu schreiben – weil ich da den Mensch und Autoren runterziehe und ich weiß, weil ich mehrfach in Verlagen Praktika machte, wie viel Arbeit in einem Buch steckt. Ich kläre Unstimmigkeiten immer im Privatgespräch Genauso wenig mag ich, wenn Autoren in FB über die Bloggergilde herziehen, was ich schon mehrfach erlebt habe – alle in einen Topf werfen ist ein NO GO , ebenso auch Rezensionen bezahlt nehmen – das ist auch ein NO GO.

Kannst du dich vor Anfragen retten?

Ich habe oft sehr viele Anfragen – die Autoren wissen dann, dass sie mit Wartezeit rechnen müssen, weil ich ihnen das sage.

Hast du jemals ein Buch abgebrochen. Wenn ja wie gehst du damit um?

Ja, habe ich – dann schreibe ich auch keine Rezension, sondern rede mit den Autoren, weshalb ich das abgebrochen habe, ich werde so etwas nie öffentlich besprechen.

Bloggst du eher privat oder wirst du auch von Verlagen angefragt? Es gibt ja dieses Bloggerportal, worüber Blogger Rezensionsexemplare beziehen.

Manchmal wird auch von Verlagen angefragt. Die wissen dann von mir, dass es keine Gefälligkeitsrezensionen geben wird.

Wie hältst du es mit Büchern, die dir nicht gefallen. Schreibst du eine Rezension?

Ja, aber ich mache kein Verriss, weil ich weiß, wie viel Arbeit in einem Buch steckt. Man liest das dann zwischen den Zeilen in der Rezension, aber behutsam und sacht.

Das finde ich gut. Denn auch weniger gute Rezensionen können gut sein.

Wie gehst du beim Lesen eines Rezensionsbuches vor? Führst du parallel ein Leseprotokoll?

Ja, ich schreib mir bestimmte Sachen auf, auch um nachzurecherchieren.

Ich weiß, dass viele Autoren sich nicht trauen, Blogger anzuschreiben oder nicht wissen, wie sie Kontakt aufnehmen sollen. Hast du einen Tipp für sie?

Einfach Mut fassen und nett anfragen, kann doch eigentlich nichts schief gehen .

Bist du auch auf Bloggerplattformen wie z. B, rezisuche.de zu finden?

Nein, bei Google Blog.

Kenne ich gar nicht. Kannst du das näher beschreiben?

Ich hab mir 2012 einen Blog bei Google eingerichtet, weil Google das im Angebot hat und es läuft auch ganz gut da.

Hast du jemals erlebt, dass ein AutorIn sich beschwert hat weil es keine 5 Sterne gab?

Ist noch nicht vorgekommen.

Wie gehst du mit solchen Autoren um?

Reden, reden, erklären immer im persönlichem Gespräch.

Gab es schon einmal unerfreuliche, heftige Reaktionen von AutorInnen auf eine Rezension von dir?

Nein, die gab es noch nie, weil ich auch per PN mit den Autoren kommuniziere.

Wie sieht es mit der Vernetzung der Blogger untereinander aus? Hast du da jemanden, mit dem du öfter mal zusammenarbeitest?

Nein da bin ich leider außen vor, ich weiß nicht, wie gut die Blogger Gilde vernetzt ist.

Wie siehst du die aktuelle Bloggerszene?

Eigentlich ganz gut. Was mir nicht gefällt, sind die Neulinge, die für Geld rezensieren.

Es gibt mittlerweile Blogger, die nehmen bis zu 100 € für eine Rezension. Wie stehst du so so etwas?

Da bin ich absolut dagegen! Eine Rezension sollte nicht bezahlt werden. Das hat etwas Anrüchiges. Sie sollte ehrlich sein und mein Lohn ist das Rezensionsexemplar und meine Rezension der Danke auch für die Arbeit und Mühe der Autoren.

Musst du als Blogger/solltest du als Blogger objektiv an ein Buch herangehen?

Das ist eigentlich Pflicht, sollte jeder Blogger so machen.

Wo rezensierst du? Am Schreibtisch, im Bett, mit Zettel und Stift, oder krumm am Computer? In der Natur?

Am Schreibtisch oder im Paradies.

Wo postest Du Deine Rezensionen?

Auf meiner Website, meinem Blog, Twitter, Amazon und auf FB und dann ein/ zweimal im Jahr ein Video mit den Buchcovern auf Youtube.

Auf FB in mehreren Werbegruppen, oder? Ich meine Rezensionen von Dir dort gelesen zu haben.

Genau. In FB habe ich eine Profiseite und von dort teile ich dann in die diversen Buchgruppen – so um die 32 Gruppen in etwa.

Wie viele Bücher pro Monat rezensierst du?

Das kommt darauf an, manchmal bis zu 10. Doch ich zähle eigentlich nie. Ich brauch aber zwischen den Büchern immer mal eine Lesepause um umzuschalten -genremäßig.

10 Bücher im Monat!!! Wow….

Kommt nicht oft vor, aber manchmal …. und dann sind es keine 300 Seiten-Bücher sondern kurze sozusagen.

Was war dein lustigstes Erlebnis als Bloggerin?

Das ich mal einen Autor hatte, der am Liebsten Tag und Nacht mit mir reden wollte – der ist aber nicht mehr auf FB.

Ich weiß du liest auch immer zwischen den Zeilen (schätze ich ganz besonders). Ist dieses zwischen den Zeilen lesen bei vielen Autoren da?

Ja, eigentlich bei den meisten, ich kitzle das immer heraus.

Womit kann ein Autor dich überraschen?

Ich hab oft Tränen in den Augen, wenn sich die Autoren ganz lieb und herzlich bedanken, weil ich merke, dass das aus dem Herzen kommt und überraschen – mit einem Treffen auf der LBM.

Bloggerin, Rezensionen verfassen – wann findest du eigentlich die Zeit für deine eigenen literarische Sahnestückchen?

Eigentlich sind bei den Büchern die ich lese viele dabei. Ich hab hier 3 Bände Ken Follett stehen …. irgendwann vielleicht komme ich da zum Lesen.

Wie sieht dein Traum aus in der Bücher -und Bloggerwelt?

Ich möchte gerne, dass das eine Einheit wird, eine Einheit der schreibenden Zunft, in welcher man sich mit Achtung und Respekt begegnet und nicht Neid und Missgunst im Vordergrund steht, sondern die Bücher und die Leser – ich mag es nicht, wenn man öffentlich gegeneinander zu Felde zieht, das bringt nämlich absolut nichts und schreckt die Leserschaft ab.

Gibt es etwas, was du gar nicht magst?

Ja. Bücher aus der rechten Szene. Da hatte vor drei Monaten ein Autor versucht mir eines unterzuschieben – hab es Gott Sei dank noch gemerkt – und ich mag es nicht, wenn man sich gegenseitiig kaputt macht.

Wo schöpfst du deine Kraft und kannst abschalten zwischen deinen eigenen Projekten und den Rezensionen?

Meine Enkel, meine Familie und unser Paradies, die geben mir die Kraft – da kann ich ausruhen.

Gibt es bei so vielen Leseeindrücken noch einzelne Helden oder Geschichten, die dir lange im Gedächtnis bleiben?

Ja, die gibt es. Eigentlich viele – und manchmal hab ich sie alle in meinen Träumen.

Wenn du eigene Bücher publizierst, wie vermarktest du sie? Da fehlen mir die Ideen. Und in Internet …?

Ich werde nur eines veröffentlichen …. und das ist noch ein Lernfeld, da schau ich bei euch, wie das funktioniert.

Gibt es etwas, das du den Autoren mit auf den Weg geben möchtest hinsichtlich der Entwicklung des Buchmarktes?

Ja unbedingt – auch wenn es mal nicht so läuft, bitte nicht aufhören mit schreiben – der Buchmarkt braucht solche Autoren, die mutig sind, den Menschen Geschichten zu erzählen, die mutig sind gegen den Mainstream zu schreiben und die Konkurrenz würdig tragen, nicht herumzicken , sondern zwischenmenschlich einfach versuchen miteinander zu können, Gute Bücher kann es NIE genug geben.

Schönes Schlusswort.


Liebe Heidelinde Penndorf, vielen Dank für das Interview. Es war sehr interessant, einmal die Bloggerseite zu hören bzw. zu lesen. Einen schönen Abend noch und verliere nicht den Spaß am Rezensieren.


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.