Luna Day

Autoreninterview Luna Day

Die Autorin

Luna Day wurde 1982 in Wertingen geboren und wuchs in Augsburg auf, wo sie immer noch lebt, mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie durch Harry Potter und Roll-Play-Games schreiben in Foren. Sie tippt Kindergeschichten, aber auch Fantasy- und Liebesgeschichten. Fleißig arbeitet sie daran, ihren ersten Fantasyroman zu veröffentlichen. Zeitgleich widmet sie sich einem weiteren Projekt zu, um in herauszubringen.

 

Veröffentlichungen:

2019:

(zwei weitere Folgen demnächst)

Anthologie von Papierfresserchen Verlag „Wie aus dem Ei gepellt

Anthologie von Dirk Lake Verlag „Rose Elfenstaub

2018:

Anthologie vom Saturia Verlag „Lustige Kindergeschichten

Anthologie vom Saturia Verlag „Märchen Zauberwald

Anthologie vom Papierfresserchen Verlag „Wünsch dich ins Wunder-Weihnachtsland


Das Interview

Wie bis du zum Schreiben gekommen?

22 Jahre hatte ich mit Büchern nichts am Hut, ehrlich, jeder, der las, rief in mir Unverständnis hervor. Wenn es in der Schule hieß, wir lesen dieses Buch, war ich die Erste, die wirklich aufstöhnte. Ich hasste lesen, noch mehr das vorlesen. Durch jede Seite quälte ich mich und jeder Buchstabe, war das grauen für mich.
Dann saß ich mit meinen Schwestern vor dem Fernseher und ein Film lief. Er ist berühmt und eigentlich liebt ihn jeder, doch mir rief er Fragezeichen hervor. Für mich war es unlogisch, warum er dies tat, oder das sagte.
So stampfte ich mit Elan in eine Buchhandlung, nicht in die Bibliothek, nein in eine Buchhandlung, wo man Bücher kauft und nicht zurückgeben kann.
Ich entdeckte, das Buch, was ich haben wollte. Daneben stand ein Schieber, von den bis jetzt erscheinen Bücher in Taschenbuchform und deutlich günstiger. Ein normaler Mensch, der nie gelesen hat, hätte das einzelne Buch geholt, aber ich griff trotzdem zu den Vierer-Paket, stiefelte zur Kasse und bezahlte es.
Keinen Moment zweifelte ich an mir selber, keine Sekunde kam mir der Gedanke auf, dass ich bescheuert sei, da ich ja nie freiwillig gelesen habe, bis dahin. Ich habe es verschlungen und geliebt, sobald das Erste fertig war, griff ich zu dem zweiten, denn das Dritte und zu guter Letzt das vierte. Als Lese-Hasser habe vier Bücher gelesen in nicht mal einer Woche und ich wollte mehr.
Immer mehr Bücher landeten auf meinem Nachtisch, dann kam Eragon. Zu diesem Buch gab es dann ein Forum und ich entdeckte die RollPlayGames. Zögerlich tippte ich dann mit anderen Geschichten. Dann kamen die ersten Male schon, wo ich einfach nur Augen rollte. Entweder antworteten sie nicht, wie ich es wollte oder sie brauchten ewig.
Da fing ich an, nebenher selbst etwas zu schreiben was immer mehr wurde. Durch private Umstände hörte ich dann auf weiterzumachen. Irgendwann holte ich den Text heraus und schrieb weiter. Meldete mich an der VHS Augsburg im „Kreative Schreiben“ an und das war die beste Entscheidung, die ich getroffen habe. Ohne diese Leute wäre ich jetzt nicht hier.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Ich bin ein Panser, ein Bauchschreiber, das sage ich von mir. Weil ich mich hinsetze und darauf lostippe. Ohne ein Ziel, einfach nur eine Inspiration. Meist komme ich dann doch an einem Punkt, wo ich mich frage, wo will ich hin, was will ich damit sagen. Aber vor allem wie, komme ich dahin und das ist der Moment, wo ich dann Szenen oder Ereignis mir stichpunktartig aufschreibe, oder was passieren könnte. Bis jetzt bin ich so eigentlich ganz gut zurechtgekommen.
Ich sehe das mit dem Plotten vermutlich auch etwas zu verbissen, nicht als, dass ich es zu einer Richtung führen kann, will ich mich genau daran halten.
So bin ich halt.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Ich habe einige Anthologien über Verlage veröffentlicht. Meinen Roman habe ich versucht, einen Verlag zu bekommen, da es aber ein Dreiteiler ist, habe ich mich erstmal dazu entschieden, ein anderes Manuskript über Selfpublischer herauszubringen. Es ist bei einer Lektorin.
Für die Zukunft werde ich sehen, wie es bei mir weitergeht.

Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?

Inspirieren tut mich vieles, ein Bild, ein Satz in einem Buch, eine Szene in einer Serie, ein Kommentar, den ich aufgeschnappt habe, einfach meine Klarträume, die ich habe. Oder man fahrt mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Zug, setzt euch in einen Park beobachtet Menschen. Das Leben bietet so viele Facetten.
Je nach Intensität dieser Idee mache ich mir Notizen oder schreibe, je stärker, umso mehr wird es. Tage bis Wochen hänge ich daran. Wenn die Idee schwach ist, lasse ich mich auch leicht ablenken und schreibe an einer anderen Geschichte weiter.
Ich weiß nie wohin mich die nächste Szene trägt.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Ich schreibe am PC. Ich habe sehr viele Dateien, wo nur eine zwei Zeilen drin habe nur, um die Idee festzuhalten. Am Laptop kann ich zwar auch recht gut schreiben, aber es ist dann meist nicht zu Hause und da lenkt mich das sehr ab. Mit Hand, na ja geht auch, es ist halt immer das, was herauskommt. Mehr schaffe ich definitiv am gewohnten Standcomputer.

Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Oh, ich kann zickig werden, wenn ich mal im Schreibfluss bin, die Tür klingelt, oder das Telefon. Wenn ich weiß, dass es nur kurz ist, weil meine Kinder sich alleine gut zusammen beschäftigen, ist das Okay. Aber, wenn sie im Kindergarten/Schule sind und dann einer stört … der sollte lieber recht freundlich zu mir sein.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Der Sound von Amerika“ geht?

Erst mal ist der Titel noch nicht in Stein gemeißelt, also nicht wundern, wenn er dann anders herauskommt.
Eine Mutter denkt als Erstes an ihre Tochter, so auch meine Heldin. Darum kämpft sie gegen ihre Gefühle für den blonden Amerikaner und Drummer einer Band. „Es war doch nur ein Urlaubsflirt“, sagt sie sich. Auch das er über den großen Teich lebt und sein Leben nichts für ein Kind ist, lässt sie stark daran festhalten. Doch was ist, wenn genau dieser Mann, es genau anders sieht.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Ja mein Kopf ist voller Ideen, der Nachteil, weil ich nicht plotte, ich weiß nie wie groß die Geschichte wird. Manchmal gehe ich so lang drüber, füge andere Handlungsstränge ein, damit die Geschichte ein Roman wird, weil es mich dann schmerzt, dass es eben nur ein kleine geworden ist. So gerade bei dem aller Neuesten Projekt. Ich dachte, es wird lang und nun muss ich es füttern, um größer zu werden.

Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Ich habe vieles ausprobiert und kann definitiv sagen, Horror, Krimi, Thriller liegt mir absolut nicht. Am wohlen fühle ich mich mit sehr viel liebe. 😉

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Jedes Buch ist eine Inspiration. Aber die Größte sind immer noch JK Rowling und Christopher Pasolini.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Ja, meine Familie unterstützt mich sehr und darauf bin ich sehr stolz. Mein Mann will immer es lesen, auch wenn ich in der Hinsicht etwas gschamig bin. Ich weiß, dass ich nicht perfekt schreibe, durch meine Schreibschwäche viele Fehler mache, auch wenn ich mein Bestes gebe, sind einfach viele grammatikalische Fehler drin. Es verletzt mich dann und kratzt sehr an mein Ego.

Hast noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Meine Kinder, meine Familie, das Lesen und ab und zu spielen, online oder mit der Familie zusammen.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Ich will klein anfangen, dass meine Geschichten veröffentlicht werden und es ein paar (viele) mögen. Leben muss ich davon nicht können, doch wenn es etwas einbringt, wäre schon schön.

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Nein, klar habe ich dann und wann wenn ich Charakter schreibe auch Stars im Kopf, aber verfilmen, nein Danke. Zumindest nicht die Romanideen, wenn man eins der kleinen nimmt, wo nichts groß dann im Handlungsstrang fehlt, dann viel Spaß damit. ^^

Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Sozial Media, Amazon und meine Homepage und ich denke genau in dieser Reihenfolge. Da ich nichts Großes aus einem Verlag kam oder selbst veröffentlicht, hab ich mir darüber noch nicht so viel Gedanken gemacht.

Hattest du schon Lesungen?

Ich lese in VHS Kurs vor und bin jedes Mal total aufgeregt. Meine erste richtige Lesung habe ich im Februar und mein Magen rumort schon, wenn ich daran denke vor Fremden zu lesen.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Ich trinke selten, rauche nicht, nehme keine Drogen, aber ich bin stur und zickig.

Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist ^^

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Ohne Musik geht bei mir kaum etwas. Ich brauche den Sound in meinem Ohr, um richtig in den Fluss zu kommen. Meist passt es dann auch zu den passenden Szenen. Manchmal muss ich darüber schmunzeln, wenn ich gerade eine traurige Szene schreibe und genau in diesem Moment auch noch ein trauriges Lied zufällig durch mein Gehör dringt.
Bestimmtes habe ich nicht, es sind Lieder die mir gut gefallen und auf repeat und shuffel laufen. Aber ich brauche Text, englisch um genau zu sagen, bei Deutsch, na ja kommen die Wörter dann im Text vor. Wenn ich es mir dann auffällt, lache ich. Komische Kombinationen kamen da schon zustande.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

Dann würde ich wieder stark an Schlafmangel leiden. Ich brauche es, um meine Gedanken und Fantasie freizulassen. Das merke ich immer, wenn ich durch Krankheit, Besuch oder so nicht zum Schreiben komme über Tage hinweg.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Auf dem Litcamp in Heidelberg fragte mich das auch jemand, eigentlich gibt es hunderte von Tipps, die man geben kann, aber ich sage: „Schalte bei der Rohfassung den inneren Kritiker aus, bring es zu Ende, dann hast du etwas in der Hand und kannst damit arbeiten.“

Deine drei Wünsche an die gute Fee?

Für mich als Autor: Bitte lass meine Schreibschwäche verschwinden. Leser die meine Texte mögen und …
Für mich persönlich, will ich eigentlich nur, dass es meine Familie gut geht. Denn utopisch der Wunsch nach Frieden, einer gesunden Welt und einheitlicher Sprache. 😉

1 Gedanke zu „Luna Day

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