Urheberrecht

Jeder kennt es, manche schreiben es unter ihre Texte … das berühmt-berüchtigte (c)

Doch wie sieht es eigentlich aus, wenn man, zum Beispiel als Selfpublisher, nach Bildern für das Buchcover, nach Musik für Trailer oder, oder, oder sucht?

Kann ich mir dazu einfach etwas aus dem WWW herunterladen? Ist doch alles öffentlich … sollte man denken. Aber das ist keineswegs der Fall, auch im WWW gilt das Urheberrecht.

Urheberrecht

Der Hinweis sei vorne weggestellt, dass dieser Beitrag kein Anspruch auf Richtigkeit und auf Grund sich ändernder Gesetze auch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.
Zusammenfassend einige Erläuterungen, teilweise entnommen der unten aufgeführten Webseite.

Die wichtigsten Begriffsdefinitionen

 

Der Urheber

Als Urheber bezeichnet man die persönlich-geistigen Schöpfer eines Werkes. Das schließt  Autoren, Komponisten,  Designer, Maler, Fotografen, Bildhauer, Erfinder und Programmierer und weitere Berufsgruppen ein. Diesem Urheber steht alleinig das Recht zu, über die Verwendung seines Werkes zu entscheiden.

 

Das Werk

Als Werk bezeichnet man das Produkt, welches aus einer Idee und der daraus folgenden Schöpfung entstanden ist. Der Aufwand für die Herstellung, der Zweck und Umfang, sowie eine mögliche Rechtswidrigkeit sind vollkommen unbedeutend für den Begriff: Werk.

 

Was ist persönlich-geistige Schöpfung?

Das Werk muss vollkommen neu sein, sich von vorhandenen Werken deutlich abheben und durch Kreativität entstanden sein. Die persönliche Note bzw. Prägung des Schöpfers muss erkennbar sein.

 

Grundlagen des Urheberrechtes sind hier sehr gut dargestellt:

Zitat von http://www.urheberrecht.de  :

“Das Urheberrecht basiert auf vier grundlegenden gesetzlichen Regelungen. Durch die Einhaltung dieser sollen vor allem die Interessen der Urheber gewahrt werden. Zu diesen Interessen zählen unter anderem die finanzielle Vergütung für das Werk und Kontrolle über die weitere Verwertung. Die vier Grundlagen des Urheberrechts setzen sich wie folgt zusammen:

  1. Die Entstehung des Urheberrechts durch die Schöpfung des Werks
    Der Urheberrechtsschutz entsteht bereits mit der Schaffung und Fertigstellung des Werks, also sogar bereits vor der Veröffentlichung. Eine Anmeldung oder Registrierung muss der Urheber nicht vornehmen lassen, dieser Schutz besteht automatisch. Anders sieht es beispielsweise beim Marken- oder Patentrecht aus.
  2. Die Unübertragbarkeit vom Urheberrecht
    Der Urheber bleibt Inhaber des Urheberrechts. Dieses kann weder übertragen noch durch einen Vertrag an dritte Personen abgetreten werden. Zudem bleibt das Urheberrecht auch über den Tod des Urhebers hinaus bestehen und kann durch Erben bis zu 70 Jahre darüber hinaus noch in Anspruch genommen werden.
  3. Die Anerkennung von Urheberpersönlichkeitsrechten
    Durch das Veröffentlichungsrecht kann der Urheber selbst bestimmen, ob und wie sein Werk veröffentlicht wird. Zum Urheberpersönlichkeitsrecht gehören ebenso die Anerkennung der Urheberschaft, das Recht, die Entstellung des eigenen Werks zu verbieten, sowie die Einräumung von urheberrechtlichen Nutzungsrechten.
  4. Der Anspruch des Urhebers auf eine angemessene Vergütung
    Durch den Anspruch auf angemessene Vergütung wurde die vertragliche Stellung der Urheber gestärkt. Sie erhalten damit das Recht auf eine Nachverhandlung bereits bestehender Verträge, wenn diese eine unangemessene Vergütung aufweisen. Dies kann vor allem bei einem überraschenden Bestseller wichtig sein.“

Häufige Fragen zum Urheberrecht entstehen bei Autoren zu Fotografien und Texten oder Zitaten. Aus diesem Grunde hier noch eine ganz kurze Erläuterung dazu. Gerade bei der Covergestaltung muss man mit Fotografien sehr vorsichtig sein. Ein erworbenes Foto berechtigt noch lange nicht zur kommerziellen Verwendung als Buchcover, ebenso dürfen nicht alle Zitate in Büchern verwendet werden.
Die o.g. Webseite „Urheberrecht“ ist sehr hilfreich vor einer Buchveröffentlichung oder sonstiger schöpferischer Werke bei denen man sich anderer Werke in Vollständigkeit oder in Teilen bedient hat, sich nochmal zu informieren.

Bilder und Fotos

Bei Bildern und Fotos wird in drei Nutzungsrechte unterschieden.

  • ausschließliche Onlinenutzung
  • ausschließliche Printnutzung
  • Einräumung beider Nutzungsarten

Der Unterschied liegt in der Auflösung der Bildqualität, im Web wird meistens mit einer geringeren Auflösung und beim Druck mit hochauflösenden Bildern gearbeitet. Für beide Nutzungsarten räumt der Fotograf Nutzungsrechte an seinem geistig geschaffenen Eigentum ein, was unter den Schutz des Urhebers fällt. Die Gebühr für Nutzungsrechte können zwischen 50-200€ liegen. Nicht zu vergessen ist die Nennung des Urhebers, bei Verwendung seiner Werke.

Textwerke

Bei Texten gilt ebenfalls das Recht auf Einräumung von Nutzungsrechten. Bei Zitaten deren Urheber länger als 70 Jahre verstorben ist, ist die Nutzung frei. Bei allen anderen Texten und Textausschnitten muss eine Erlaubnis eingeholt werden, sofern ein schmückender oder kommerzieller Charakter vorliegt. Dazu sollte eine Einigung über den Nutzungsumfang und/oder mögliche Gebühren geklärt werden.
Bei Zitaten, die in Fließtext eingebunden sind, gelten hingegen andere Regeln. Bei beiden gilt die Nennung des Urhebers, Quellangaben, gemäß der dafür vorhandenen aktuellen Zitierregelungen. Positioniert immer unmittelbar und in der Nähe des Zitates und bei Texten in Text-/Artikelnähe.

Bei Verletzung des Urheberrechtes kann der Urheber die Unterlassung, Beseitigung und ggf. sogar Schadenersatz verlangen.

 

Darum:

Wenn Ihr auf der Suche seid, vergewissert Euch, dass Ihr nicht gegen das Urheberrecht verstoßt. Freie Bilder gibt es zum Beispiel auf Pixabay oder Ihr nutzt kommerzielle Seiten wie Fotolia, Shutterstock, istock oder, oder, oder …

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Gruppenmitglied Betty Lauterbach, die bei der Erstellung des Beitrags geholfen hat.