Sabine Reifenstahl

Autoreninterview Sabine Reifenstahl

Die Autorin

Auch nach einem halben Jahrhundert bin ich meiner Heimat Mecklenburg verbunden und möchte nirgendwo sonst leben. Beruflich mit Zahlen und Fakten beschäftigt, finde ich in der Freizeit Freude an Sagen und Legenden. Bücher sind seit jeher meine Leidenschaft, schon seit früher Kindheit erzähle ich Geschichten, schrieb diese später auch auf.

Was mich antreibt, ist die eigene Fantasie, ich erkunde selbst gern fremde Welten und möchte meine Leser mitnehmen, geheimnisvolle Orte oder menschliche Grenzbereiche zeigen. Dabei versuche ich, Verständnis gerade auch fürs Anderssein zu vermitteln, werbe für Toleranz gegenüber dem Leben und der Liebe in allen Facetten.

Viele Kurzgeschichten wurden in verschiedenen Anthologien veröffentlicht – auch heute ist jede Zusage ein wundervolles Erfolgserlebnis. Mein Romandebüt erscheint im MAIN-Verlag. Für zwei weitere Herzprojekte, einen Fantasy-Roman, der griechische und nordische Mythen aufgreift, und einen mystischen Liebesroman wurden ebenfalls Verträge geschlossen.

Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

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Das Interview

Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Schon als Kind habe ich viel gelesen, Geschichten erzählt und aufgeschrieben. Ein paar Manuskriptleichen harren noch in Schubladen und auf Festplatten.
2017 wurde ich Mitglied einer aktiven Schreibgruppe, die regelmäßig dazu veranlasste, Texte zu verfassen und diese der Kritik zu stellen. Für mich eine sehr lehrreiche und kreative Zeit.
Im gleichen Jahr wurden die ersten Geschichten veröffentlicht. Das erste Mal den eigenen Namen – in diesem Fall das Pseudonym – in einem Buch gedruckt zu sehen und Prints auf einer Messe zu signieren wurde zum magischen Moment. Seitdem schreibe ich mit der Absicht zu veröffentlichen; ich möchte Menschen unterhalten und manchmal auch zum Nachdenken anregen.

Bist du der klassische Plotter oder schreibst du direkt aus dem Kopf und arbeitest dann nach?

Ich bin eine Bauchschreiberin und werde immer wieder vom Eigenleben meiner Protagonisten überrascht. Das macht das Schreiben für mich spannend.

Bist du Verlagsautor oder Selfpublisher oder beides?

Vornehmlich veröffentliche ich in Verlagen und reiche dafür immer wieder bei Ausschreibungen/ Wettbewerben ein. Für meine Romane hatte ich das Glück, einen wundervollen Verlag mit beinahe familiärer Atmosphäre zu finden.
Ein paar meiner Erzählungen finden sich in meiner selbst herausgegebenen Anthologie »MANNigfaltig«.
Wie gehst du ein neues Buch an? Wie entwickelt sich die Idee? Woher bekommst du deine Inspiration?
Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal entwickelt sich eine Geschichte aus einem Erlebnis, einem Traum oder einem spontanen Einfall. Überall finden sich Inspirationen, wenn man Augen und Ohren offenhält.

Schreibst du direkt in den PC oder machst du dir wie viele andere erst handschriftliche Notizen?

Ich schreibe am PC: Wenn die Finger über die Tasten fliegen, fließen die Ideen von selbst. Für Notizen habe ich ganz klassisch ein Büchlein dabei.

Wie gehst du mit Störungen um, wenn du schreibst?

Ich bitte Alexa darum, Musik zu spielen und setze Kopfhörer auf. Da das Leben aber nicht nur aus Beruf und Hobby besteht, plane ich von vornherein Zeiten für Partner, Hund, Eltern, Freunde, Verein etc. ein.

Magst du kurz anreißen, worum es in „Wie Blätter im Wind“ geht?

Das ist der Arbeitstitel für mein Debüt, das im MAIN-Verlag erscheinen wird.
Gegensätze ziehen sich an. So war es auch bei Alex und Markus. Im Alltag sind es die Unterschiede, die das Zusammenleben immer schwieriger gestalten. Erst durch ein dramatisches Ereignis finden die Liebenden wieder zueinander – und einen völlig unerwarteten Weg zum Glücklichsein.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

An mehreren sehr unterschiedlichen. Ich möchte mich nicht auf ein Genre festlegen.
Für meinen Fantasyroman habe ich einen Vertrag unterschrieben und warte sehnsüchtig aufs Lektorat, die Fortsetzung ist bereits begonnen.
Mehrere Rohmanuskripte warten auf die Überarbeitung.

Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Man sollte niemals nie sagen, aber als Krimiautorin sehe ich mich nicht.

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Mein Lieblingsautor ist David Gemmell. Vielleicht sind viele meiner Protagonisten daher zwiespältig, oftmals zerrissen.

Wie geht deine Familie mit deiner Schreiberei um? Unterstützt sie dich?

Ohne diese Unterstützung ist es schwer, das weiß ich aus Erfahrung. Mein Partner lässt mir den Freiraum zum Schreiben und spornt mich zum Weitermachen an.

Hast du noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Wenig, aber ab und an bastele ich, fürs Malen fehlt mir momentan die Muße. Ich engagiere mich in unserem örtlichen Verein »Wir am Ruhner Berg«, wo wir unter anderem altes Handwerk bewahren wollen, aber auch generationsübergreifend das Miteinander zu fördern versuchen.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Vom Schreiben leben und dabei im Wohnmobil um die Welt düsen.

Sollte ein Buch von dir verfilmt werden, hättest du bereits Hauptdarsteller im Hinterkopf? Wer würde es werden?

Für meinen Fantasyroman würde ich mir Kate Beckinsale als Enyo wünschen, ihren Partner müsste ich wohl backen, denn mir fällt kein grünäugiger, dunkelhaariger Riese ein. Ein blonder Austin Butler stand Pate für das Äußere ihres Ziehsohnes. Träumen darf man ja 😊

Wie (oder wo) findest du deine Leser?

Momentan zumeist in sozialen Netzwerken, aber ich hoffe, bald auf Messen, Lesungen, durch Mundpropaganda.

Hattest du schon Lesungen?

Eine kurze auf der Buch-Berlin und zwei Online-Lesungen. Einmal durfte ich meinen Beitrag »Anders, nicht artig« zur wundervollen Anthologie des muc-Verlags vorstellen. Als Gast las ich außerdem bei den »Literatunten« und brachte mit meiner emotionalen Geschichte »Zauber des Nordlichts« aus »MANNigfaltig« die Moderatorin zum Weinen. Ich möchte Gefühle auslösen, hier ist es mir gelungen.

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

»Uisge beatha«, das Wasser des Lebens, aber das ist kein Laster.

Machst du selber Werbung für deine Bücher und wenn ja, wie?

In sozialen Netzwerken, auf meiner Homepage, im Leseclub, auf Autoscheiben, in diesem Jahr war ich mit einem Stand auf dem hiesigen Herbstmarkt. Wenn meine Romane erscheinen und das Leben wieder in normalen Bahnen verläuft, kommen sicher Messen hinzu.

Hörst du Musik beim Schreiben? Wenn ja, irgendetwas bestimmtes?

Ruhige Musik, eher, um andere Störungen auszublenden. Ich mag die meditativen Stücke von Adrian von Ziegler.

Wenn du nicht mehr schreiben könntest…

… habe ich vermutlich aufgehört zu atmen. Mir hat es bei der Bewältigung einer Lebenskrise geholfen, damit kann ich in andere Welten abtauchen. Es ist ein erfüllendes Hobby.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Das Handwerk erlernen, Autoren um Hilfe bitten, Texte lektorieren lassen, vielleicht eine Schreibgruppe. Vor allem jedoch: Schreiben, schreiben, schreiben – Ratschläge annehmen, sich nicht durch Rückschläge entmutigen lassen.

Deine drei Wünsche an die gute Fee?
Mehr soziale Gerechtigkeit, Gesundheit – und Erfolg für die Weihnachtsanthologie des AN »Geschichten unterm Tannenbaum«, um »Brot und Bücher e.V.« zu unterstützen.

Deine Pläne fürs nächste Jahr?

Neben vielen anderen Projekten bereite ich mit Maria Donner unter dem Titel »Geschichten-Bowle« Kurzgeschichtensammlungen vor, die sich zum Vorlesen für Menschen in besonderen Lebenslagen eignen. Diese sollen vor allem in Einrichtungen und Heimen Freude schenken.
Dafür suchen wir viele positive Geschichten, ich würde mich freuen, wenn sich aus dieser Runde einige Autoren beteiligten.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Sabine Reifenstahl, und viel Erfolg mit allem, was du noch so schreibst. 


Die Bücher

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