Christel Tlaskal

Autoreninterview Christel Tlaskal

Die Autorin

Christel Tlaskal wurde 1965 in Karlsruhe geboren. Nach der Mittleren Reife und dem Abitur absolvierte sie ein Studium für das Lehramt und ist seit dem als Sonderpädagogin tätig. Berufsbegleitend machte sie eine Ausbildung in Seelsorge und Lebensberatung.
Mit 17 hat sie sich mit dem ersten ‘Jugendroman’ an einige Verlage gewandt, mit 19 mit dem zweiten … aber erst ihr dritter ‘schriftstellerischer Gehversuch’ wurde veröffentlicht: “Hauptsache glücklich” erschien 1991.

“Da ich sehr gerne reise – und das am liebsten mit anderen zusammen – fand ich die Idee spannend, einen Roman über eine Schottlandreise zu schreiben, die zwei Menschen unternehmen, die sich bis dahin noch gar nicht gekannt hatten. Daraus wurde mein zweiter Roman “Schottlandreise zu dritt” – erschienen 2012.

Mit meinem Buch “Post von Philipp” plaudere ich ein bisschen aus dem Nähkästchen: die Hauptpersonen Lena und Philipp sind zwei junge Pädagogen, die sich durch ihre ersten Berufsjahre durchbeißen – was vor allem Lena mit den schwierigen Teenagern erlebt ist alles authentisch und basiert auf meinen eigenen Erlebnissen. Auch die Liebesgeschichte zwischen Lena und ihrem Kollegen Philipp enthält wahre Elemente…
Dieser Roman erschien am 10. Januar 2017 im Rediroma-Verlag.

Meine Romane erzählen von den kleinen und großen Wundern des Alltags und davon, was Menschen miteinander erleben können – sei es auf Reisen in spannende Länder, oder einfach unterwegs im Schul- bzw. Berufsalltag. Vor allem möchte ich damit anderen Menschen Mut machen, auch in schwierigen Situationen nicht aufzugeben, etwas Neues zu wagen – und nicht zuletzt Gott kennen zu lernen und ihm zu vertrauen. Jedem der Romane liegen wahre Begebenheiten zugrunde.

Auf einer meiner größten Reisen – nach Neuseeland – habe ich im Februar 2012 den Mann fürs Leben kennengelernt und lebe seit 2014 in Rastatt / Mittelbaden. Was lag näher, als auch einen Roman über eine Neuseelandreise zu schreiben? So entstand mein aktuelles Buch “…mindestens bis ans Ende der Welt”, das im Dezember 2017 erschienen ist – ebenfalls im Rediroma-Verlag.

Obwohl mir mein Beruf als Lehrerin immer noch Freude macht, lässt mich das Schreiben einfach nicht mehr los. Viele Ideen schlummern noch unter der Oberfläche und warten darauf, endlich Form anzunehmen. Ich bin selbst sehr gespannt darauf!

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Das Interview

Wie bis du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer gerne geschrieben, mir einfach Geschichten ausgedacht. In der Schule haben mir Aufsätze Spaß gemacht, wo man kreativ sein konnte. Mit 17 habe ich einen “Jugendroman” geschrieben und an einen Verlag geschickt. Dort hat man mir mitgeteilt, dass er zwar gut geschrieben ist – aber der Inhalt “wenig bemerkenswert” : erste Liebe, Stress mit Eltern, Ärger in der Schule – das interessiert keinen…

Du schreibst, du möchtest mit deinen Büchern Vorurteile abbauen. In welcher Hinsicht?

Ich schreibe Romane mit christlicher Botschaft. Über Religion, Kirche und alles was damit zu tun hat, wird sehr viel diskutiert – und nicht alles ist positiv. Ich möchte auf unterhaltsame Art zum Glauben und Vertrauen einladen!

Nun, um zu Glauben, braucht es keine Kirche  Wie genau versuchst du das? Kleine Botschaften in den Büchern? 

Mir selbst ist mein persönlicher Glaube an Gott und meine Beziehung zu Jesus sehr wichtig. In meinen Romanen ist mindestens eine Figur dabei, die diesen Glauben lebt und ihre Erfahrungen an andere weitergibt – andere Figuren hinterfragen das dann kritisch. Ich möchte, dass sich auch die Leute ernst genommen fühlen, die mit dem Glauben nicht viel am Hut haben oder auf der Suche sind. Vieles, was meine “Protas” erleben, habe ich selbst erlebt.

Verlegst du komplett als Selfpublisher oder versuchst du/hast du versucht, über einen Verlag zu veröffentlichen?

Mit 25 habe ich mein erstes Buch “Hauptsache glücklich” bei einem christlichen Verlag veröffentlicht. Aber die Romane der letzten Jahre habe ich als SP-Autor veröffentlicht.

Wo siehst du die Vorteile/Nachteile im Bereich Verlag bzw. Selfpublishing?

Bisher sehe ich die Vorteile als SP-Autor, dass ich selbst bestimmen kann, wie und was ich schreibe. Bei “Hauptsache glücklich” wurde mir beim Lektorat zu sehr “reingeredet”…

Magst du kurz anreißen, worum es in deinem Buch geht und was dir beim Schreiben besonders wichtig war?

Mein neuestes Buch “…mindestens bis ans Ende der Welt” erzählt die Geschichte einer Reisegruppe aus 12 ganz unterschiedlichen Menschen. Sie reisen durch Neuseeland, lernen sich kennen, schließen Freundschaften, lösen Konflikte, erleben eine Menge Überraschungen – und erleben ein tolles Land! Am Ende hat jeder der Reiseteilnehmer irgendwie eine neue Perspektive…

Wenn dein Leben ein Buch wäre, welchen Titel würde es haben?

Der Titel wäre im Moment so was wie: “Jeder Tag bringt neue Abenteuer – bin gespannt auf morgen!”

Mit welchem deiner Buchcharakter würdest du gern in einer WG zusammenleben?

Eigentlich stecke ich selbst in den meisten Charakteren so ein bisschen mit drin.

Arbeitest du an einem weiteren Buch?

Gerade habe ich leider viel zu wenig Zeit zum Schreiben – aber mein “Dänemark-Roman” ist im Werden: “Pechvogel sucht Lachmöwe”

Hast noch Zeit für Hobbies nebenbei?

Zum Reisen natürlich und zum Fotografieren – und zum Lesen nehme ich mir immer Zeit! Außerdem kann ich wunderbar entspannen, indem ich komplizierte Logik-Rätsel mache.

Gibt es ein Genre, indem du nicht schreiben würdest / könntest?

Ich könnte keine Krimis schreiben, obwohl ich sie sehr gerne lese!

Welche Autoren liest du? Inspirieren sie dich?

Meine LIeblingsautorin ist Charlotte Link – ich würde gerne so viel Spannung in meine Bücher bringen wie sie (dazu muss es ja kein Krimi sein).  Auch Maeve Binchi lese ich gerne – sie hat mich dazu inspiriert, immer mehrere Erzählperspektiven einzubauen.

Wie ist die Unterstützung der Familie, wenn es um das Schreiben geht?

Meine Schwester ist meine beste und kritischste Test-Leserin! Mein Mann geht mit auf Lesungen und unterstützt mich, indem er sie durch unsere Fotos untermalt!

Wie (oder wo) findest du deine Leser? Machst du Werbung und wenn ja, wo?

Die Sache mit der Werbung und der Sichtbarkeit ist bei mir noch nicht so befriedigend. Ich habe eine Homepage und einen Youtube-Kanal wo es Leseproben und sogar keine “Mini-Lesungen” mit Fotos gibt. Aber wie ich das alles “unter die Leute bringen” soll – dafür hätte ich gerne ein paar Tipps!

Hast du irgendwelche Laster – Fahrzeuge gelten nicht?

Schokolade essen!

Wie genau beschreibst du jemanden/etwas? Oder überlässt du die Details der Leserfantasie? Sind die Personen in deinem Buch dann auch real oder erfindest du welche dazu?

Ich erfinde die Personen selbst – lasse sie aber Dinge erleben, die ich z.T. selbst erlebt habe. Pingelig bin ich in der Hinsicht, dass es wie gesagt keine logischen Fehler geben darf: dass z.B. jemand erst 21 ist, aber schon zehn Jahre Berufserfahrung hat – oder dass jemand eine Gluten-Allergie hat – aber an jeder Ecke eine Pizza holt usw.

Wie viele Notizbücher hast du (beschrieben und unbeschrieben) bei dir rumliegen?

Notizbücher habe ich nur einige wenige, die ich als Reisetagebücher benutzt habe. Wenn ich wieder zu Hause bin, hacke ich aber gleich alles in den PC, denn die Schmier-Schrift die ich unterwegs habe, könnte ich sonst vielleicht nicht mehr lesen.

Hast du feste Schreibzeiten?

Ich habe keine festen Schreibzeiten – ich bin froh, wenn ich überhaupt mal Zeit zum Schreiben habe!

Was ist der größte Störfaktor, der dich vom Schreiben abhält?

Im Moment mein Beruf.

Kennst du Schreibblockaden? Wie gehst du damit um?

Eine Schreibblockade hatte ich noch nie – ich schreibe nur, wenn ich auch Lust dazu habe und mir was einfällt.

Wieviel Zeit hast du gebraucht, vom Beginn bis zum fertigen Buch?

Bei “… mindestens bis and Ende der Welt” habe ich ein Jahr gebraucht – da hatte ich gerade ein “Sabbat-Jahr” (beruflich). Die anderen Bücher dauern länger – da können es schon mal drei Jahre sein, weil ich ja “nebenher” arbeiten muss.

In welcher Situation in deinem Autorenleben hast du so richtig Glück gehabt?

Als bei uns in Rastatt die Wortwerke-Buchhandlung aufgemacht hat, die kleine Verlage und SP-Autoren unterstützt!

Ist es dein Traum, vom Schreiben zu leben oder betreibst du es lieber als Hobby?

Eigentlich würde ich gerne vom Schreiben leben können, da ich habe noch ca. acht Jahre als Sonderpädagogin berufstätig bin, werde ich es so lange noch “nur” als Hobby betreiben.

Hast du einen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest? Bestsellerautor gilt nicht, das werden wir schon.

Echt schwierig – meinen Traummann habe ich schon gefunden – im Grunde ist mein Traum einfach, so richtig Zeit zum Reisen, Fotografieren und Schreiben zu haben und nicht nimmer denken zu müssen – oje, die “Arbeit” bleibt liegen…

3 Dinge (keine Menschen), die du auf eine einsame Insel/ins Packeis mitnehmen würdest?

Ohne meinen Mann gehe ich nirgendwo hin – schon gar nicht ins Packei. Aber wenn es schon sein müsste: Riesenkiste Bücher, wobei auch die Bibel wäre, Fotoapparat und irgendein Schreibgerät!

Wie gehst du mit Hatern / Neidern um? Oder erfährst du bislang keine negativen Reaktionen auf dein Buch?

Das Problem hatte ich bisher nicht.

Über welche Rezi, welchen Kommentar zu deinen Büchern hast du dich am meisten gefreut?

Ich habe zum Roman “Post von Philipp” eine Leserunde veranstaltet. Da bekam ich von mehreren Leserinnen die Rückmeldung, dass sie jetzt nach langer Zeit endlich mal wieder gebetet haben und dass das Buch “ohne Zeigefinger” sie “an der Hand genommen” und ihr den Glauben wieder näher gebracht hat. Das hat mich riesig gefreut – genau das war / ist mein Ziel!

Gab es schon einmal Momente, wo du die Schreiberei “hinschmeißen” wolltest?

Eigentlich nicht – es gab aber Momente, wo ich mich gefragt habe, wie ich es anstellen soll, mehr “gesehen” zu werden, das finde ich manchmal echt “frustig”.

Eins deiner Bücher soll verfilmt werden. Wer sind deine Hauptdarsteller?

In  “… mindestens bis ans Ende der Welt” ist natürlich Neuseeland der Hauptdarsteller.

Hast du einen Tipp für jemanden, der mit dem Schreiben anfangen möchte?

Wenn du eine Idee im Kopf hast – dann schreib einfach drauflos, mach dir nicht zu viele Gedanken!

Gibt es eine Reise, die du unbedingt noch machen willst?

Australien, Kanada (mit viel Zeit), die Antarktis, Südamerika (Peru oder Argentinien) …

Bist du eher ein Morgen- oder Abendmensch bzw. wann funktioniert das Schreiben am Besten?

Da gibt es keine bestimmte Zeit – wenn mein Mann Frühschicht hat und ich habe frei – dann sitze ich manchmal schon um 6 Uhr am PC – ganz früher, als ich noch solo war, habe ich manchmal halbe Nächte durchgeschrieben.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Christel Tlaskal, und viel Erfolg mit allem, was du noch so schreibst. 


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